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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Obgleich Eva innerlich verstimmt war über die Wendung,welche diese Neckerei genommen hatte, behauptete sie doch einevollkommene Fassung, denn ste wußte wohl, daß MrS. Bloomfieldzu viel weibliches Zartgefühl besaß, um absichtlich etwas Ungebühr-liches, was ihre Freundinnen ernstlich in Verlegenheit bringenkonnte, zu reden.

ES würde in der That außerordentlich seyn, wen» ich Ein-wendungen gegen ein Land erhübe, welches nicht nur das meinerGeburt ist, sondern auch meinen Vorfahren so lange als Wohnsitzgedient hat," antwortete sic mit Festigkeit.Um dieses Punkteswillen hat mein Ritter nichts zu fürchten."

Ich freue mich, dies zu hören," entgegncte MrS. Bloomfield,unwillkührlich ihren Blick nach Sir George Templemore Hingleitenlassend;nnd Ihr, Mr. Powis, der Ihr, wie ich glaube, einEuropäer seyd, werdet aus diesem Zugeständnisse Bescheidenheitlernen. Gefällt Euch vielleicht nicht, daß Euer Galan ein Seemann ist?"

Eva erröthete, obschon sie sich alle Mühe gab, gefaßt zubleiben; und zum erstenmal seit ihrer Bekanntschaft fühlte sie sichdurch MrS. VloomsieldS Reden verletzt. Sie zögerte und dies nochobendrein in einer Weise, daß ihre Erwiederung höchst unabsichtlichnur noch größeren Nachdruck gewann; dann aber antwortete siemit Nein.

Der glückliche Mann kann also ein Amerikaner und einSeemann seyn! Hierin liegt eine große Ermuthigung. Habt Ihrvielleicht gegen die Sechzig eine Einwendung zu machen?"

Bei jedem andern Manne würde ich dies allerdings als einenkleinen Mangel betrachten, da mein eigener lieber Bater erstfünfzig ist."

DaS Zittern in der Stimme und die verlegenen Mienen einesWesens, das sonst so ruhig und gelassen war, machte MrS. Bloom-field betroffen, und >»it weiblichem Zartgefühl gab sie augenblicklichihr Scherzen auf, obschon sie sich im Laufe des TageS noch oft