Einen gleich angenehmen Eindruck machte es außerdem auf sie, alssie aus seinem Munde das offene Zugcständniß vernahm, daß erderselben Kirche angehöre, die sie selbst so hoch verehrte.
„lind was bietet sich denn zu Philadelphia so besonders Lä-cherliches in unserer Kirche?" fragte sie. „Ich bin nicht leicht zuvermögen, in Dingen Mängel zu finden, welche auf unsere ehr-würdige Kirche Bezug haben."
„Ihr wißt, daß die Protestanten in ihrem Abscheu vor demGötzendienst großentheils aufgchört haben, sich dcS Kreuzes alseines äußeren religiösen Symbols zu bedienen; es gab daher eineZeit, wo in dem ganzen großen Lande vielleicht nicht ein einzigesKreuz zu sehen war, übschon die Bewohner desselben, ihrer Be-hauptung zufolge, die Liebe zu Christus und das Vertrauen auffein Mittleramt zur großen Lebensaufgabe machten."
„Es ist freilich uns Allen bekannt, daß unsere Vorfahren inallen Punkten des äußerlichen Gottesdienstes ein bißchen allzu strengund bedenklich waren."
„Sie wußten cS in der That einzuleiten, den religiösen Cultaller angenehm auf die Sinne einwirkendcn Momente zu berauben,indem sie aus eine Vergeistigung hinarbeiteten, die dem geistlichenStolze und dem frommen Dünkel nur allzu großen Vorschub leisteten.Zch weiß nicht, ob das Reisen auf Euch denselben Eindruck geübthat, wie auf mich; indeß finde ich doch, daß alle meine angcerbleAbneigung gegen die sichtbare Darstellung des Kreuzes vor derfeierlichen Verehrung dieses Symbols gewichen ist, namentlichwo dasselbe einfach uns ohne jene blutigen und umständlichen Bei-gaben, die man so oft in katholischen Ländern sieht, dargestelltwird. Die deutschen Protestanten, welche gewöhnlich den Altarmit einem Kreuze zieren, heilten mich zuerst von dem Wider-willen, den ich in meiner Kindheit gegen derartige Dinge cinge-sogen hatte."
„Ich glaube, Vetter Jack, auch uns ist dieser in Deutschland