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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Eva lachend, denn sie war jetzt in der Stimmung, selbst über un-bedeutende Dinge sich in Heiterkeit zu ergehen.Wir wissen die«aus dem Umstande, daß er uns einen Poeten in Aussicht stellte»wo wir nur einen alten Freund trafen."

Nur, Miß Effingham? stehen also bei Euch Poeten sohoch und alte Freunde so gering im Werth?"

Diese außerordentliche Person, der Mr. AristobuluS Bragg,verwirrt Einem in der That alle Begriffe und Ansichten aus eineWeise, daß er, glaube ich, sogar die gewöhnliche Bedeutung derWorte aushebt. Er scheint so sehr an seinem Platze und doch soganz außer demselben zu seyn ist so listig und zugleich so lin-kisch so unpassend für das, was er ist, und doch so schnellfertig für Alles, daß ich kaum weiß, wie ich in Dingen, die nurin der mindesten Beziehung zu ihm stehen, meine Ausdrücke wählensoll. Ich fürchte, er hat Euch seit Eurer Ankunft in Templetonsehr zugesetzt."

Durchaus nicht; ich bin mit Leuten seines Schlages schon soweit bekannt, daß ich einigen Takt darin gewonnen habe, sie zubehandeln. Als ich bemerkte, daß er Lust hatte, mich der Neigung,den See zu poetisirenh wie er sagte, verdächtig zu halten, brachteich einige Zeilen zu Papier, gleichsam als einen hastigen, unvoll-kommenen Erguß, und ließ sie an einem Orte fallen, wo er siesicher finden mußte; und ich zehrte dann eine ganze Woche vondem Ruhme derselben."

Ihr ergeht Euch also doch in derartigen Versuchen?" ent-gegnete Eva mit einem schalkhaften Lächeln.

Dieser Ehrgeiz liegt mir so ferne, wie der Wunsch, die Erbindes britannischen Throns zu heirathen, die, wie ich glaube, da«Ziel aller Jcaruffe unserer Zeit ist. Meine Dichtungen fallen blo«in das Reich des Plagiats, und den Ruhm, in welchem ich eineglorreiche Woche schwelgen durfte, verdanke ich zwei Zeilen vonPope einem Autor, welcher in diesen lorbeerreichen Tagen der