ging weiter, obgleich die Unterbrechung die frühere Ordnung ineiner Weise geändert hatte, daß sich der junge Mann jetzt alleinan Eva'S Seite befand. Mittlerweile hatten sie nicht nur dieLandstraße erreicht, sondern waren auch wieder von ihr abge-gangen, um der Linie eines alten, nicht mehr benützten Fahrwegszu folgen, welcher längs der Anhöhe ins Thal hinabführtc undviel wilder und gefährlicher aussah, als daß er den Zwecken desneueren NntcrnehmnngSgeistS entsprochen hätte, sintemal er nureiner jener schlecht berechneten und rohen Pfade war, wie sie dieersten Ansiedler eines Landes auzulegen pflegen, eh- sie noch Zeitund Mittel zu einer vortheithaften Wahl oder einer guten Aus-führung haben. Obschon diese Reliquie aus dem kindlichen Zu-stande deS Landes weit schwieriger und gefährlicher zu begehenwar, als die spätere Landstraße, war sie doch weit schöner und ab-geschiedener, weshalb sie denn auch fortwährend von den Fuß-gängern als der gemeinsame Pfad nach der Vision benützt wurde.Die Zeit hatte bereits die Oberfläche desselben verengert und derNachwuchs ihn fast ganz mit Zweigen bedeckt, so daß man wieunter einer Laube ging; Eva drückte daher ihr hohes Entzückenüber die kühne Wildheit des Weges aus, der durch seine Abge-schiedenheit nur um so lieblicher wurde. Von Zeit zu Zeit konntenunsere Wanderer durch Oesfnungen im Dickicht Blicke nach demSee und dem Dorfe hinwerfen, und Alle, welche die Landschaftnicht von früher her kannten, brachen in ein lautes Lob der Ge-gend aus.
„Die meisten Personen, welche dieses Thal zum erstenmalsehen," bemerkte AristobnluS, „wissen etwas zu seinen Gunsten zusagen, und was mich betrifft, so halte ich eS selbst auch für ziem-lich kurios."
„Kurios?" rief Paul. „Dieser Gentleman ist im mindestenFalle sehr eigenthümlich in der Wahl seiner Ausdrücke."
„Ihr seyd schon früher mit ihm zusammengetroffen," sagte