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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
Entstehung
Seite
84
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6iol!" rief Mademoiselle Viefville.

Oh, dies will noch nichts heißen," bemerkte John Esfinghamgelassen.Geduldet Euch noch einen Augenblick, und Ihr werdethören, sse seien schon sechs Monate im Geheim verheirathet, wennnicht gar noch etwas Schlimmeres zum Vorschein kommt."

Natürlich ist dies nur ein müßiges Gerücht?" ergriff nunSir George Templemorc mit einer Theilnahme das Wort, die ihn,seiner feinen Bildung zum Trotz, nöthlgte, eine Frage zu stellen,welche unter ander» Umstanden kaum zulässig gewesen wäre.

So wahr wie das Evangelium. Aber hört nur auf dieGlocke sie schellt eS aus zum Besten des ganzen Kirchspiels."

Der Handel zwischen Miß Esfingham und Mr. Morpeth, dersie im Ausland kennen lernte, ist dem Vernehmen »ach ganz abge-brochen. Einige wollen wissen, der Vater habe Einwendungengegen Mr. Morpeth erhoben, weil er kein Vermögen besitze; Anderebeschuldigen die Miß der Untreue, während wieder Andere demGentleman diesen Vorwurf machen. Haltet Ihr nicht die Treu-losigkeit für etwas Abscheuliches, bei welchem Geschlecht- man siefinden mag, Mr. Mosely?"

Mr. Mosely, der sich aus dem Staube machen wollte, wurdeauf diese Weise wieder in den Kreis gezogen und mußte bekennen,daß er die Untreue bei beiden Geschlechtern für etwas Schreck-liches halte.

Wenn ich ein Mann wäre," fuhr die Belle fort,so würdeich mich nie mit einem Mädchen einlaffen, das schon einmal einenLiebhaber zum Besten gehabt hat. Meiner Ansicht nach deutetdies auf ein schlechtes Herz, und ein Mädchen mit einem schlechtenHerzen kann nie eine sonderlich liebenswürdige Gattin werden."

Welch' ein außerordentlich geistreiches Wesen!" flüsterte Mr.Mosely seinem Nachbar Mr. Moreland zu, während er sich dareinfügte, zu bleiben und sich noch eine Weile längerunterhalten"zu lassen.