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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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kraft mehr und mehr enthüllte.Die alten Familien z. B. halteninSgesammt mehr zusammen, als die andern, obschon es sehr zubedauern ist, daß eS dabei nicht noch viel genauer genommen wird."

Die alten Familien?" ries Sir George Tems'Ienwre mit soviel Nachdruck auf diesen Worten, als ein wohlerzogener Mannsich unter derartigen Umständen erlauben konnte.

Ja, die alten Familien," wiederholte Eva mit derganzen Kraft der Betonung, welche der Baronct Anstands halberunterdrückt hatteso alt wenigstens, als zwei Jahrhunderte siemachen können, und noch obendrein mit einem über diese Periodehinausreichendcn Ursprung, so daß sie in dieser Hinsicht den altenFamilien der übrigen Welt nicht nachstehen. Die Gentilität desAmerikaners ist in der That besser als gewöhnlich, da sie, abge-sehen von ihrem eigenen Werthe, in der von Europa Wurzel faßt."

Ich bitte, mich nicht mißzuverstehcn, Miß Effingham. Ichweiß wohl, daß Amerika tu dieser Hinsicht sich mit allen anderncivilisirten Ländern messen kann; nur nimmt es mich Wunder, daßcS in einer Republik auch nur den Ausdruck ,alte Familieick gibt."

Dann müßt Ihr mir die Bemerkung erlauben, daß EureVerwunderung nur in dem Umstande ihren Grund hat, weil Ihrden wahren Zustand des Landes nicht gehörig in'S Auge faßtet.ES gibt allenthalben zwei große Quellen der AuszeichnungReichthum und Verdienst. Wenn nun ein Geschlecht von Ame-rikanern während mehrerer Generationen sich fortwährend stetsentweder durch die eine oder die andere dieser beiden Ursachen be-merklich macht, warum sollte es nicht eben so gut Ansprüche haben,als eine alte Familie gezählt zu werden, wie die Europäer unterden gleichen Umständen? Eine republikanische Geschichte ist ebenso gut Geschichte, wie eine monarchische und ihre historischenNamen sind zu gleicher Beachtung berechtigt; dies räumt Ihr so-gar euren europäischen Republiken ein, und doch wollt Ihr es denunsrigen absprechen?"