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aber es liegt auch, fürchte ich, in der Natur deS Menschen, sichüber jede positive Unannehmlichkeit zu beschweren."
„Eine Republik kömmt mir widerlich vor."
„I-ir , egubligue est »no Iiorrour."
Grace hielt eine Republik für widerlich, ohne irgend einenandern gesellschaftlichen Zustand zu kennen, weil sie manches Wider-liche mit sich führt, und Mademoiselle Viefvillc nannte sie unoIwrrour, weil in ihrem eigenen Lande während der ersten Kämpfeum die Freiheit die Guillotine waltete und eine Anarchie herrschte.Obschon Eva selten verständiger und nie mit mehr Mäßigung ge-sprochen hatte, als bei Aeußerung obiger Ansichten, kam es dochSir George Templemore bei dieser Gelegenheit zweifelhaft vor,ob ihre Züge ganz jene ausgesuchte Schönheit und Zartheit be-säßen, die er so sehr bewundert hatte, und als Grace in den ge-dachten nichtssagenden Ausruf ausbrach, wandte er den Blick ihremsüßen, seelcnvollen Antlitze zu, das ihm, für den Augenblick wenig-stens, als das lieblichere erschien.
Eva Esfingham sollte noch erfahren, daß sie eben erst indie unduldsamste Gesellschaft — das Wort im gewöhnlichen Sinnegenommen — getreten war, sofern nämlich Ansichten zur Sprachekamen, die man gewöhnlich in der Christenheit freisinnige nennt.Wir wollen damit nicht sagen, daß eS in Amerika weniger, als ineinem andern Lande gcrathen sep, zu Gunsten der Menschenrechteeine edclmüthige Aeußerung fallen zu lassen, da in diesem Betrachtdie Gesetze und Institutionen nicht bloS dem Buchstaben nach vor-handen sind; aber der Widerstand der Gebildeten gegen die Ueber-griffe der Ungebildeten hat jene selten gerechte und nie philosophischeGesühlsausregnng hervorgerufen, dir in Allem, was man im All-gemeinen die Welt nennt, ein stummes aber fast einstimmigesHemmgewicht gegen die Einwirkung der Institutionen bildete. Woes überhaupt durch die Umstände zulässig wird, kann man in Europaselten eine derartige Aeußerung aussprechen, ohne unter der Zuhörer-