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sen, daß man auf Eide» Vollkommenheit vergeblich sucht; auchsind sie den heimathlichcn Verhältnissen zngethan, weil sie aus ihrenin anderen Ländern gesammelten Erfahrungen die Ucbcrzeugunggewonnen haben, daß wir, ungeachtet so vieler unverhohlenen ÜbelnNachreden, wenigstens vergleichnngSweise besser daran sind, als diemeisten unserer Nachbarn."
„Ich kann Dir versichern," sagte Grace, „daß viele von denAnsichten, welche namentlich Mr. John Effingham ausspricht, nichteben unter die bei uns gangbaren gehöre». Er tadelt fast Altes,was uns gefällt, und lobt das, was wir tadeln. Sogar mein lie-ber Onkel steht im Geruch, in dergleichen Dingen ein wenig irr-gläubig zu seyn."
„Das will ich gerne glauben," entgegnetc Eva mit Ruhe,„denn diese Gentlemen sind, sofern der Geschmack in Frage kommt,mit besseren Dingen bekannt worden; wo sich'S um das wirklichGute handelt, können sie ihre Erfahrungen nicht so sehr zuSchanden machen, daß sie das preisen sollte», was ihrer Ueber-zeugung nach nur beziehungsweise gut ist. Wenn Du nur eine»Augenblick Nachdenken willst, Grace, so wirst Du bemerken, daß
die Leute nothwendig ihren eigenen Liebhabereien so lange den
Vorzug geben, bis sie mit Besserem bekannt worden sind, und ebenso nothwendig durch das Unangenehme in ihrer Umgebung auchunangenehm berührt werben, obschon cS, als Folge eines politischen
Systems, ihnen weit weniger peinlich seyn mag, als die Nachtheilc
anderer Systeme, von denen sie keine Kcnntniß haben. In demeinen Falle lieben sie das Veste, was sie besitzen, aus dem einfachenGründe, weil es ihr Bestes ist, und aus gleichem Grunde miß-fallen ihnen die schlimmeren Seiten. Mir hätscheln eine Liebhabereinaturgemäß, ohne uns auf Vergleichungen einzulassen, denn siehört auf, Liebhaberei zu seyn, sobald sich Mittel zur Vergleichungdarbieten und etwas Besseres an ihre Stelle gesetzt werden kann;