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„Ich werdet mich entschuldigen, Mademoiselle, wen» ich denWunsch auSdrücke, ihr allein entgegenzugehen, denn beim erstenZusammentreffen möchte ich mit Grace ohne Zeugen sprechen."
„I'res - volontivi'S. — Itllle est pai'vnte et e'est biennatui ei."
Mademoiselle Biefville hatte diese Zustimmung kaum auSge-drückt, als Eva an der Thüre schon auf ihr Kammermädchen traf,welches heraufkam, um zu melden, daß Mademoiselle de Cvurt-landt sich in der Bibliothek befinde; fie stieg daher langsam dieTreppe hinunter, um fie zu bewillkommnen. Das Bibliothekzimmererhielt vermittelst einer kleinen Kuppel sein Licht von oben, undGraee hatte nnwillkührlich gerade die Stellung eingenommen, dieihr ein Maler angewiesen habe» würde, wen» fie ihm zum Por-trait hätte fitzen müssen. Bei Eva'S Eintritt fiel das schräge Lichteben voll und reich ans den Gast nieder, dessen schöne Gestalt undzarte Züge in dem vortheilhaftesten Umrisse zeigend — und eswaren in der That Züge, wie man fie selbst in einem Lande, dasauf die Schönheit seiner Frauen stolz sehn kann, nicht jeden Tagzu sehen kriegt. Miß van Courtlandt war im Neiseanzug und ihreToilette etwas gewählter, als Eva dies zu so früher Tageszeit zusehen gewöhnt war; aber dennoch glaubte unsre Heldin selten einliebenswürdigeres junges Wesen erblickt zu haben. Ein ähnlicherGedanke schien auch Gracc'S Inneres zu durchzucke»; denn mitdem Scharfblicke eines WeibeS fiel ihr augenblicklich die ernste, aberdoch höchst anmuthige Einfachheit in Eva'S Anzug, noch mehrübrigens der Zauber ihres Antlitzes und ihrer Gestalt auf. InWahrheit fand eine große Aehnlichkeit zwischen den beide» Mädchenstatt, obschon fie sich durch einen Ausdruck von einander unter-schieden, wie derselbe für ihre Charaktere oder für die eigenthüm-liche Denkweise der betreffenden Personen paßte.
„Miß Effingham!" begann Grace, indem sie der Eintretendeu