Druckschrift 
2 (1843)
Entstehung
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Siebenter Tag. Achte Geschichte.

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zu meinem Unglück mich zur Gattin gabt, der sich einenKaufmann nennt, und auch für einen solchen geltenwill, und der mäßiger wie ein Geistlicher und gesitteterwie ein Mädchen sein sollte, dieser Mann versäumt selteneinen Abend, daß er sich nicht in Weinhäusern betränke,sich dann mit dieser oder jener schlechten Weibsperson ein-ließe und mich bis Mitternacht, zuweilen auch bis zumfrühen Morgen, in der Weise, wie Ihr mich gesundenhabt, auf sich warten ließe. Nun bin ich überzeugt, daßer, wieder stark betrunken, sich zu irgend einer seiner Weibs-bilder ins Bett legte und, bei ihr erwachend, den Fadenam Fuß fand, darauf alle die Heldenthatcn verübte, dieer erzählte, noch einmal zurückkehrte, sie schlug und ihrdie Haare abschnitt, und dann von seinem Rausch nochnicht ganz erwacht, sich cinbildete und sich gewiß nochjetzt einbildet, alles Dies mit mir vorgenommen zu haben;und seht Ihr ihm nur recht ins Gesicht, so werdet Ihrerkennen, daß er noch jetzt halb betrunken ist. Doch je-denfalls, was er auch von mir gesagt habe, Ihr dürftdies nur als von einem Trunkenbold kommend betrachten,und wenn ich es ihm vergebe, so vergebt auch Ihr esihm-"

Als ihre Mutter diese Worte hörte, fing sie an Lärmzu machen und zu sagen:Beim Kreuze Gottes, meinKind, das sollte nicht geschehen; eher sollten wir diesenwiderwärtigen und undankbaren Hund todtschlagen, derwahrhaftig nicht werth war, ein Mädchen zu haben, wieDu bist. Schon gut, mein Schatz; das wäre wol recht,wenn er Dich aus dem Schmuz aufgerafft hätte! DiePest über ihn, wenn Du armes Kind Dir die faulenReden solch eines Eselsabschaums gefallen lassen sollst,solch eines Krämers, der nur vom Lande her und, werweiß, von welcher Beutelschneiderbande hcreingekommen ist,in Grobtuch gekleidet, mit baumelnden Pumphosen, dieFeder auf dem Hintern, eines von Denen, die, wenn siedrei Dreier besitzen, gleich die Töchter von Edelleutcn und