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Der Eifersüchtige als Beichtvater.
bin gewiß, daß er nicht aus dem Hause gehen, sondernunten die Thür hüten wird, und darum suche Du dieseNacht über das Dach herüber zu kommen, sodaß wiruns zusammenfinden." Der Jüngling, mit diesem Be-ginnen sehr zufrieden, sprach: „Laßt mich nur machen,Madonna."
Als nun die Nacht kam, schlich der eifersüchtige Mannsich heimlich mit seinen Waffen in ein Zimmer des Erd-geschosses, und nachdem die Frau alle Thüren und be-sonders die auf der Milte der Treppe wohl hatte verschlie-ßen lassen, sodaß ihr »Mann durchaus nicht zu ihr kom-men konnte, kam der Jüngling seiner Scits vorsichtig undverstohlen zu ihr herüber, und sie begaben sich miteinanderzu Bette, Einer des Andern sich freuend, bis der Taggekommen war, wo der junge Mann wieder in sein Hauszurückkehrte.
Unser Eifersüchtiger, trostlos und ohne Abendessen undhalb todt vor Frost, wartete die ganze Nacht neben derThür, harrend, ob der Priester nicht kommen würde, underst, als der Tag nahe war und ec nicht langer wachenkonnte, legte er sich in seinem Erdgeschoß zum Schlafennieder. Von hier erhob er sich erst um die neunte Mor-genstunde und als die Hausthüc schon geöffnet war;that dann, als käme er wo anders her, schlüpfte in seinHaus und frühstückte.
Nicht lange daraus ließ er einen kleinen Knaben kom-men, gleichsam als wäre dies der Ehorknabe des Priesters,der seine Frau zur Beichte gehört, und schickte ihn zu ihr,sie zu fragen, ob Der, den sie wüßte, wiedergekommen sei.Die Frau, die den Boten wohl kannte, antwortete ihm,diese Nacht wäre er nicht gekommen, und wenn er sosortsühre, könnte er ihr vielleicht aus dem Sinn kommen,vbschon sie gar nicht wünschte, daß dies geschähe.
Was soll ich Euch nun noch weiter erzählen? Dereifersüchtige Thor brachte viele Nächte damit hin, denPriester am Eingang ertappen zu wollen, und die Frau