Der Brunnen des Tofano.
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ist langsam und schwerfällig im Vergleich zu der deinen,wie Jeder aus den Geschichten ersehen kann, die Euchhier vorgetragen wurden. Zu diesen, Ihr liebenswürdigenFrauen, will auch ich nun noch eine List hinzufügen,zwar von einer einfachen Frau angewendet, aber der Art,daß ich nicht wüßte, wer anders als die Liebe ihr diesehätte eingeben können.
In Arezzo lebte also einst ein reicher Mann, welcherTosano hieß, und welcher eine sehr fchöne Frau, derenName Monna Ghita war, zum Weibe erhalten hatte,auf die er denn auch bald genug und ohne zu wissen wa-rum höchst eifersüchtig wurde. Hierüber erzürnte sich dieFrau endlich, und nachdem sie ihn mehrmals um dieGründe zu seiner Eifersucht gefragt, und er keine anderenanzuführen gewußt hatte, als ganz allgemeine und schlechte,kam ihr der Entschluß ein, ihn an dem Uebel wirklich er-kranken zu lasten, vor dem er ohne Grund solche Furchthatte.
Sie hakte bemerkt, daß ein junger Mann, nach ihrerMeinung sehr achtbar, sie mit liebendem Auge beobachtete,und sing nun vorsichtig an, sich mit ihm zu verständigen.Schon waren die Sachen zwischen ihm und ihr so weitgediehen, daß nichts mehr übrig war, als mit der Thatden Verabredungen Wirkung zu geben, da dachte die Fraudarauf, wie sie auch hierzu Mittel fände. Unter den ÜbelnAngewöhnungen ihres Mannes hatte sie erkannt, daß eran dem Trünke sehr großes Vergnügen fand, und fingnun an, ihm diesen nicht allein zu empfehlen, sondernihn auch gar häufig auf listige Weise zum Trinken her-auszufordern. Und dies ward denn bald so sehr Ge-wohnheit bei ihm, daß sie ihn fast jedes Mal, wenn esihr genehm war, bis zum Rausch verleitete, sobald sie ihnbetrunken sah, ihn zu Bette schickte, und sich alsdann zu-vörderst mit ihrem Liebhaber zusammensand, später abersicher und häufig diese Zusammenkünfte fortsetzte. IhrVertrauen auf seinen Rausch war so groß, daß sie nicht
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