272 Siebenter Tag. Biert'e Geschichte.
Seits hatte erst zwei gesagt, als der Gevatter kam; aberder Herr hat uns um Deiner und meiner Anstrengungwillen Gnade erwiesen, und der Knabe ist geheilt." —Der betrogene Kauz ließ nun guten Wein und Back-werk herbeibringcn und erwies seinem Gevatter und dessenKameraden die größte Ehre mit Stärkungen, wonach siegrößeres Bedürfniß hatten, als nach irgend etwas Ande-rem. Dann begleitete er sie aus dem Hause und empfahlsie dem Himmel. Ohne Aufschub aber ließ er das Wachs-bild machen und dies neben den andern vor der Bildsäuledes heiligen Ambrosius, doch nicht vor der zu Mailand,aufhängen."
liierte Geschichte.
Tofano sperrt seine Frau eine Nacht vor dem Hause aus, und dadiese aus ihre Bitten keinen Einlaß erhalten kann, so thut sie, alsstürze sie sich in einen Brunnen, indem sie einen großen Steinhineinwirft; Tofano kommt hierauf aus dem Hause, die Frauschleicht sich hinein und sperrt nun ihn aus, indeß.sie ihn zugleichausschilt und verhöhnt.
Äls der König Elisens Geschichte geendet sah, wandte ecsich ohne Zögern zu Lauretta, und zeigte ihr dadurch, daßer wünsche, daß sie erzähle; weshalb diese denn ohne an-zustehen, also begann:
„O Liebe, wie groß und gewaltig ist deine Macht!Wie fein dein Rath und wie sinnreich deine Erfindun-gen! Welcher Weise, welcher Künstler könnte jemals solcheListen erfinden, solche Ausflüchte ersinnen, solche Einge-bungen liefern, wie du Denen, die deinen Spuren folgen,plötzlich darbietest? Fürwahr, jede andere Unterweisung