Druckschrift 
2 (1843)
Entstehung
Seite
260
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260 Siebenter Tag. Zweite Geschichte.

Zweite Geschichte.

Peronella verbirgt ihren Liebhaber in einem Bottich, als ihr Man»plötzlich nach Hause kömmt, und da dieser das Faß verkauft ver-kauft hat, so macht sie ihm weiß, sie habe es an einen Ander»verhandelt, der darin sei, um zu sehen, ob es auch fest scheine.Dieser spingt heraus, läßt den Bottich von dem Manne ausschabe»und ihn dann nach Hause bringen.

Ä)!it großem Gelachter war Emiliens Erzählung angehört,und von Allen wurde ihre Beschwörungsformel für gut undheilig gepriesen. Als sie geendet war, befahl der Königdem Philostratus soctzufahren, welcher nun in folgenderArt begann:

Theuerste Damen: der Streiche, welche die MännerEuch spielen, sind so viele, vor allen aber die der Ehe-männer, daß Ihr nicht allein damit zufrieden sein müßt,wenn einmal eine Frau ihrem Manne einen solchen spielt,daß dies geglückt ist, und nicht allein erfreut, es wiederzu erfahren und es weiter erzählen zu.hören; sondern, daßIhr selbst eilen müßt, cs zu verbreiten, damit die Män-ner erkennen, daß, wenn sie verschlagen sind, auch dieFrauen darauf auszugehen wissen; eine Erkenntniß, dieEuch nur nützlich sein kann, da, sobald man weiß, daßder andere Theil auch nicht auf den Kopf gefallen ist,man sich nicht mehr so leicht beigehen läßt, ihn betrügenzu wollen. Wer zweifelt also daran, daß das, was wirheute über diesen Gegenstand vortragen, wenn es die Män-ner wieder erfahren, ihnen nicht zum großen Anlaß ge-reiche, sie davon zurückzuhalten, Euch zu hintergehen, in-