Schluß.
243
waren in der Predigt, und als sie hörten, wie geschickter sich aus der Verlegenheit zu ziehen wußte, und wieweit er dazu ausholte, und mit was für Redensarten, ge-riethcn sie in ein solches Lachen, daß sie die Maulsperrebekommen zu muffen glaubten. Nachdem aber die Volks-menge sich verlaufen, gingen sie zu ihm, und entdecktenihm unter dem größten Jubel von der Welt, was sie ge-than hatten, und erstatteten ihm seine Feder. Diese trugihm demnächst im folgenden Jahre nicht weniger ein, alsHeuer die Kohlen.
Es hatte diese Geschichte der ganzen Gesellschaft aus-nehmendes Vergnügen und Ergötzen gewahrt, und allge-mein hatte man über den Bruder Eipolla und besondersüber seine Pilgerreise und über die Reliquien gelacht, dieer theils gesehn und thcils mitgebracht hatte. Als aberdie Königin wahrnahm, daß die Geschichte, und mit dieserihr Regiment ein Ende genommen habe, erhob sie sich vonihrem Sitze, nahm sich die Krone vom Haupte, und setztesie mit den Worten lächelnd auf das des Dioncus: „Zeitist es, o Dioneus, daß Du aus eine Weile erfahrest,was es heißen will, Weiber lenken und regieren zu müssen.Sei denn nun König, und führe Dein Regiment also,daß wir, auch bei seiner Endschaft, es loben können." —Lachend empfing Dioneus die Krone und antwortete: „Wcr-there Könige, als ich bin, werdet Ihr freilich schon manch-mal gesehn haben, auch die Schachkönige mit eingerechnet.Warlich aber, wolltet Ihr mir gehorchen, wie es, einemwahren Könige zu gehorchen Pflicht ist, so wollte ich EuchFreuden genießen lassen, ohne welche jeder Lustbarkeit et-was zum vollen Ergötzen fehlt. Besser indeß, ich schweigedavon-, genug ich will regieren, so gut ich vermag."
Hierauf ließ er, dem bisherigen Gebrauche zufolge, denSenefchall herbeikommen, und gebot ihm in der gehörigen
ll *