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2 (1843)
Entstehung
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230
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230 Sechster Lag. Neunte Geschichte.

nung der Epikuräcr hinneigte, sagten die gemeinen Leute,alle sein Nachdenken habe blos zum Ziel, auszumitteln,ob sich nicht finden lasse, daß kein Gott sei.

Eines Tages war nun Guido von Orto San Mi-chele ausgegangen, hatte den Corso degli Adimari, wiedies öfters sein Weg zu sein pflegte, bis San Giovanniverfolgt, und weilte nun zwischen einigen großen Marmor-grabmalern (deren einige jetzt in Santa Reparata sind,viele andere aber noch um San Giovanni stehn), zwischenden dort befindlichen Porphyrsaulen und zwischen der Pfortevon San Giovanni, welche damals verschlossen war. Dakam von ungefähr Messer Betto mit seiner Gesellschaft zuPferde über den Platz der Santa Reparata, und wie sie denGuido unter jenen Grabmalern gewahr wurden, sagten siezueinander:Gehen wir, ihm ein wenig zuzusetzen."Mit diesen Worten gaben sie ihren Pferden die Sporen,und nach Art eines scherzhaften Ueberfalles, waren sie, fastehe er sie bemerkt hatte, um ihn her und begannen zuihm zu sagen:Guido, Du verschmähst es, an unsererGesellschaft Theil zu nehmen; wenn Du nun aber heraus-gebracht hast, daß kein Gott sei, was wirst Du dann da-von haben?"

Sofort antwortete Guido, der sich ganz von ihnen i 'eingeschlossen sah:Ihr Herren, in Eurem Hause mußich mir gefallen lassen, daß Ihr mir sagt, was Euch gut-dünkt." Und mit diesen Worten stützte er die Hand aufeines jener Grabmäler von beträchtlicher Größe, und leicht iwie ec war, schwang er sich mit einem Satz auf dieandere Seite und eilte, einmal ihnen entschlüpft, schnellvon dannen.

Jene Zurückgebliebenen sahen sich eine Weile Einer denAndern an und sagten, Guido müsse wol nicht recht beisich gewesen sein; denn was er ihnen da geantwortet habe,komme auf gar nichts heraus. Wo sie jetzt eben seien,hätten sie ja kein Haar mehr zu sagen, als alle anderenBürger, und Guido nicht weniger, als irgend Einer von