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2 (1843)
Entstehung
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221
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Der Adel der Baronci. 221

solchen Gründen will ich es beweisen, daß nicht nur Du,sondern Jener, der es jetzt leugnet, selber zugestehen soll,daß ich die Wahrheit sage. Ihr wisset, daß je alter dieGeschlechter sind, um so adlicher sind sie, und das war jaauch vorhin Euer Aller Meinung. Sind nun die Baroncialter als irgend ein anderes Geschlecht, so sind sie aucham eidlichsten. Wenn ich Euch also beweise, daß sie dieälteste Familie sind, so habe ich ohne Zweifel die Wettegewonnen:

Ihr müßt wissen, daß unser Herrgott die Baronci zueiner Aeir gemacht hat, wo er erst angefangen hatte, ma-len zu lernen; alle anderen Menschen sind aber erst ge-schaffen, als unser Herrgott das Malen schon konnte.Um zu sehn, daß ich die Wahrheit sage, so gebt nur ein-mal auf die Baronci und auf andere Leute Achtung.Wahrend Ihr alle Andern mit wohlgebildeten Gesichternund richtigem Verhaltniß der Theile seht, könnt Ihr wahr-nehmen, daß von den Baronci der Eine ein übermäßiglanges und schmales Gesicht hat, und dafür das des An-dern über alle Maßen breit ist. Dieser hat eine gewal-tig lange Nase, Jener eine kurze; das Kinn eines Drit-ten steht weit vor und ist nach oben gekrümmt, die gro-ßen Kinnbacken aber gleichen denen eines Esels. Ja, esgibt deren, die ein großes und ein kleines Auge haben,und das eine höher stehend, als das andere; kurz, ihreGesichter sehn ganz so aus wie die, welche die Kindermachen, wenn sie erst eben anfangen zeichnen zu lernen.So ergibt sich denn, wie ich Euch sagte, gar deutlich,daß unser Herrgott sie gemacht hat, als er erst malenlernte. Daraus folgt aber, daß sie älter sind, als die an-deren Geschlechter: also auch adlicher."

Daß die Baronci wirklich so. aussehn, war sowvl demPiero, der Schiedsrichter sein sollte, als dem Neri, derum die Mahlzeit gewettet hatte, und Jedem der Anderenerinnerlich. Daher singen sie denn bei dem spaßhaftenGrunde, den Scalza vorbrache, sämmtlich zu lachen an,