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2 (1843)
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Fünfter Lag.

wir uns eben zu Tisch gesetzt, um zu essen."Nun,so geh denn," erwiderte der Mann,und sorge für un-ser Nachtessen. Nachher will ich in dieser Sache schonEinrichtungen treffen, daß Du keinen Grund haben sollst,Dich zu beschweren." Als das Weibchen ihren Mannbegütigt sah, stand sie auf und ließ den Tisch gar schnellwieder Herrichten und das Essen auftragen, das sie früherbereitet hatte. Dann speiste sie mit ihrem sündhaftenManne und dem jungen Menschen heiter zur Nacht.

Was Pietro nach dem Abendessen ersonnen hat, umalle drei Theile zufriedenzustellen, das habe ich verges-sen. Nur so viel weiß ich, daß am andern Morgen aufseinem Heimwege der junge Bursche bis auf den Marktnoch nicht mit sich einig geworden war, ob die Frau oderder Mann ihm eifriger Gesellschaft geleistet.

Drum, werthe Damen, sag' ich Euch zum Schluß:§Was Dir Einer thut, das thu' ihm wieder, und geht'sl nicht gleich, so merke Dir's, bis es einmal geht, damit> es dabei bleibe: wie man in den Wald schreit, so schalltes wieder heraus.""

Als nun die Geschichte des Dioneus beendigt undvon den Damen nicht aus Mangel an Vergnügen, son-dern allein aus Schamhaftigkeit weniger belacht wordenwar, erkannte die Königin, daß das Ziel ihres Regimen-tes gekommen sei. Drum erhob sie sich von ihrem Sitze,nahm die Lorbeerkrone ab und setzte sie mit Anmuth aufElisens Haupt, indem sie dabei sagte:Madonna, nunist es an Euch, zu befehlen." Elise that, nachdem dieWürde an sie gediehn war, wie ihre Vorgängerinnen ge-than hatten. Sie ertheilte also dem Seneschall zunächstalle Aufträge, die für die Zeit ihrer Herrschaft erforderlichwaren; dann aber sagte sie unter Beistimmung der gan-zen Gesellschaft:Wir haben bisher schon vielfach ver-