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2 (1843)
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Theodor und Violante-

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von einem Knaben entbunden worden war, und rief:Ge-stehe, wer des Kindes Vater ist, oder stirb auf der Stelle!"Da machte die Todesfurcht Violante wortbrüchig gegenihren Pietro, und sie bekannte Alles, was unter ihnen Bei-den vorgefallen war.

Der Ritter gerieth über diesen Bericht in so unmäßigeWuth, daß er sich kaum enthalten konnte, die Tochterumzubringen. Als er ihr aberAlles gesagt hatte, was der Zornihm eingab, ritt er eilig nach Trapani wieder zurück undverklagte den Pietro bei Messer Currado, dem königlichenHauptmanne, wegen des Schimpfes, den jener ihm ange-than. Der Hauptmann ließ Pietro, der sich nichts der-gleichen versah, alsbald gefangen nehmen und brachte ihnauf der Folter schnell zum völligen Gestandniß, worauf erdenn nach wenig Tagen verurtheilt ward, erst durch dieganze Stadt gepeitscht und dann gehangen zu werden. Da-mit nun dieselbe Stunde dem Leben der beiden Lieben-den und dem ihres Kindes ein Ende mache, mischte MesserAmerigo, dessen Zorn durch das Todesurtheil, das er demPietro bereitet, noch nicht abgekühlt war, Gift und Weinin einem Becher zusammen. Dann gab er ihn nebst ei-nem blanken Messer und mit folgenden Worten einem sei-ner Diener:Geh' mit diesen Dingen zur Violante und sag'ihr von meinetwegen, sie solle sich schnell zu einer von denbeiden Todesartcn, Dolch oder Gift, entschließen, widri-genfalls würde ich sie, wie sie es verdient hat, Angesichtsaller Einwohner unserer Stadt verbrennen lassen. WennDu das besorgt hast, so nimm den Jungen, den sie vorwenig Tagen zur Welt gebracht, schleudre ihn mit demHirnschädel an die Wand und wirf ihn dann den Hundenzum Fräße vor." Diesen grausamen Befehl des lieblosenVaters nahm der Diener nicht eben mit milderen Gesin-nungen entgegen und machte sich auf den Weg.

Wie nun inzwischen der zum Tode verurtheilte Pietrozum Galgen gepeitscht ward, kam er, weil die Henkers-knechte, die an der Spitze des Zuges standen, ihn zufällig