Theodor und Violantc.
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dazu über, einander bei der Hand zu nehmen und zudrücken, dann umarmten, dann küßten sie sich und der-weilen hagelte es noch immer fort. Um aber nicht Alleseinzeln zu erzählen, sage ich nur, daß das Wetter sichnicht sobald aufgeheitert hatte, als sie sich bereits gegen-seitig die höchsten Freuden der Liebe kennen gelehrt undauch schon verabredet hatten, wie sie in Zukunft heimlichmiteinander sich erfreuen wollten.
Inzwischen verzog sich das schlechte Wetter; die beidenjungen Leute aber warteten am Eingänge der Stadt, biswohin sie nicht mehr weit hatten, die Mutter ab, und gin-gen dann mit ihr nach Hause. Hier kamen sie später un-ter wohlgetroffenen Vorsichtsmaßregeln und zu ihrer gro-ßen Lust mehr als einmal ganz im Verborgenen zusam-men, und so geschah es am Ende, daß das Mädchenschwanger ward. Freilich war das beiden Theilen nichtsweniger als lieb, weshalb sie es denn auch nicht an aller-hand Mitteln fehlen ließ, um gegen die Ordnung der Na-tur ihrer Leibesfrucht ledig zu werden; doch Alles bliebumsonst. Da glaubte sich nun Pietro seines Lebens auchnicht mehr sicher und sagte seiner Geliebten, daß er zufliehen gedenke. Sie aber antwortete ihm: „Wenn Dumich verlaßt, so thue ich mir wahrhaftig ein Leides an."Pietro war dem Mädchen von ganzer Seele gut und sagte:„Liebes Herz, wie kannst Du nur wollen, daß ich bleibensoll? Deine Schwangerschaft wird unfern Fehltritt ansLicht bringen. Du erhältst dann wol leicht Vergebung,ich Armer aber werde zugleich für Deine und für meineSchuld die Buße tragen müssen." Das Mädchen erwi-derte: „Pietro, mein Vergehen, das wird freilich an denTag kommen; das Deinige aber, verlasse Dich darauf,das soll gewiß Niemand erfahren, dem Du es nicht selbersagst." „Wohlan denn," entgegnete Pietro, „weil Dumir das gelobst, so will ich bleiben; denke mir aber anDein Versprechen."
Ob nun gleich das arme Mädchen ihren Zustand so