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2 (1843)
Entstehung
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Costanza und Martuccio.

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Ohren kamen, und als er vernahm, wie große Zurüstun-gen der König von Tunis zu seiner Vertheidigung machte,sagte er zu einem der Leute, die ihn und seine Leidens-gefährten bewachten:Könnte ich nur mit dem Königereden, so getraute ich mich wohl, ihm einen Rath zu ge-ben, der ihn in diesem Kriege zum Sieger machen sollte."

Der Gefangenwächter sagte diese Worte seinem Befehls-haber und dieser berichtete sie alsbald dem Könige. DerKönig aber befahl, daß Martuccio dessentwegen vor ihngebracht werde, und fragte ihn alsdann, was für einenRath ec zu ertheilen habe.Herr," erwiderte dieser,habeich zu andren Zeiten, als ich schon hier in Eurem Landemich umgethan habe, Eure Art zu kämpfen wohl gefaßt,so wendet Ihr in Euren Schlachten Bogenschützen mehrals eine andere Waffe an. Könnte man nun also einMittel ausfindig machen, daß die Schützen Eures Fein-des Mangel an Pfeilen litten, während die Eurigen nochhinreichend damit versehen waren, so meine ich müßte dieSchlacht für Euch gewonnen werden."Ohne Zweifel,"entgegnete der König,würde ich, wenn das sich bewerk-stelligen ließe, mich des Sieges für gewiß halten." Da-rauf antwortete Martuccio:Mein Gebieter, wenn Ihrwollt, läßt sich das allerdings erreichen, und vernehmt nurwie: Ihr müßt für Eure Schützen die Bogensehnen umVieles dünner machen lassen, als sie sonst allgemein ge-bräuchlich sind. Dazu laßt Ihr dann Pfeile anfertigen, derenKerben sich nur bei so dünnen Sehnen gebrauchen lassen. DasAlles muß aber so geheim geschehen, daß Euerem Feindenichts davon zu Ohren kommt, und er daher keine Vorkeh-rungen treffen kann. Der Zweck aber, den ich durch dieseAnstalten erreichen will, ist folgender: Wenn die SchützenEures Feindes ihre Pfeile abgeschoffen haben werden, undebenso Eure die ihrigen, müssen, wie Ihr wißt, im fer-neren Verlause der Schlacht die Feinde die Geschosse auf-sammcln, dis die Eurigen versandt haben, und dagegendie Eurigen die Pfeile der Feinde. Dann aber werdenDckameron. It. t>