Druckschrift 
2 (1843)
Entstehung
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Cimon und Iphigenie.

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werben. Demnach haben sie denn auch von Deinen Tu-genden gewichtigere Proben verlangt, als Du innerhalbder Mauern Deines väterlichen Hauses, das, wie ich höre,an Reichthümern Ueberfluß hat, deren abzulegen im Standegewesen sein würdest. Zu Anfang haben sie Dich, wie mansagt, durch die stechenden Schmerzen der Liebe vom unver-nünftigen Thiere zum Menschen gemacht; dann aber prüftensie, ob erst die Unglücksfälle und nun der plagende KerkerDeinen Muth gegen die Zeit, wo Du für kurze ZeitDeiner gewonnenen Beute froh wärest, herabstimmenkönnten. Bist Du nun aber noch, der Du wärest, sosind sie jetzt bereit, Dir zu schenken, wogegen Alles, wassie bisher Dir gewahrten, verschwindet; und was diessei, das will ich, damit Du Deine gewohnte Kraft wiedergewinnest und gutes Muthes werdest, jetzt Dir sagen:Derselbe Paflmundas, dessen höchste Freude Dein Un-glück ist, und der mit aller Mühe Dir den Tod zu be-reiten gesucht hat, beschleunigt jetzt, so sehr er kann, seineVerbindung mit Deiner Iphigenie, um der Beute froh zuwerden, die das Glück Dir erst freundlich gewährt hatteund dann im schnellen Wechsel seiner Laune Dir wiederentzog. Wie sehr das Dich aber schmerzen muß, wennDu anders so, wie ich es glaube, liebst, das empfinde ichan mir selber, dem des Pasimundas Bruder HormisdaSin der Person der Cassandra, die ich über Alles liebe, andemselben Tage gleiche Kränkung anthun will. Um nunso hartem Geschicke und so schwerem Unrechte zu entgehen,hat das Glück uns, wie mich dünkt, nur den Einen Wegoffen gelassen, den die Tapferkeit unseres Muthes und unsererRechten uns mit dem Schwerte Dir zu dem zweiten, mir aberzu dem ersten Raube unserer beiderseitigen Damen bahnensoll. Ist Dir also, ich sage nicht Deine Freiheit, denn ichvermuthe, daß Dir, ohne Iphigenien zu besitzen, wenig darangelegen sein mag, wol aber Deine Dame lieb, so haben dieGötter jetzt Dein Schicksal, wenn Du Dich an mein Unter-nehmen anschließen willst, in Deine eignen Hände gelegt"