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2 (1843)
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Cimon und Iphigenie.

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und allen Uebrigen gefangen nahmen und sie insgesammtnach jenem Landhause führten. Als aber Pasimundasvon Dem, was sich zugetragen, Kunde erhalten hatte, be-klagte er sich bei dem Senate von Rhodus, und auf dessenBeschluß kam Lysimachus, der in jenem Jahre die höchsteWürde bei den Rhodiern bekleidete, mit einem großenGeleite von Kriegsmännern aus der Stadt hinaus undführte Cimon und seine Gefährten ins Gefängniß.

Auf solche Weife verlor der arme, liebende Cimon seineIphigenie, die er kurz zuvor erst gewonnen, ohne ihr mehrals einen Kuß genommen zu haben. Iphigenien dagegenempfingen viel edle rhodifche Damen, sprachen ihr Trostwegen der erlittenen Gefangenschaft und der auf demstürmischen Meere ausgestandenen Angst zu und behieltensie bis zu dem Tage, auf den die Hochzeit bestimmt war,bei sich. Dem Cimon und seinen Gefährten wurde indeßaus Rücksicht, daß sie Tages zuvor die jungen Rhodiersteigelassen, trotz der Bemühungen des Pasimundas, ihrTodesurtheil zu bewirken, das Leben geschenkt; freilichaber wurden sie zu ewiger Gefangenschaft verurtheilt, undwie traurig, wie ohne Hoffnung, je wieder eine Freudezu erfahren, sie diese ertrugen, ist wol leicht zu denken.

Während indeß Pasimundas die Vorbereitungen zurbevorstehenden Hochzeit so viel als möglich beschleunigte,bereitete das Glück, als wäre ihm das Unrecht wiederLeid geworden, das es dem Cimon so plötzlich angethan,ein neues Ereigniß zu seiner Rettung. Pasimundas hatteeinen, wenn zwar an Jahren, doch nicht an Tugen-den jüngeren Bruder, Namens Hormisdas, der sich langeZeit um die Hand eines schönen und redlichen Mädchensjener Stadt, welche Cassandra hieß, und die Lysimachusauf das feurigste liebte, beworben hatte, doch war dieVerbindung mehrerer Umstände willen verschiedene Maleschon wieder auseinander gegangen. Wie nun Pasimun-das jetzt das große Fest bedachte, mit dem er seine Hoch-zeit würde feiern müssen, hielt er für räthlich, um glei-