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Vierter Tag.
falls nach dem Gebrauche der vorigen Tage, unter Phi-lomelens Vortritt mit Tanz und mit Gesang. Dann abersagte die Königin: „Philostratus, ich denke von meinenVorgängern nicht abzuweichen, sondern beabsichtige, sowiesie es gethan haben, ein Lied singen zu lassen. Weil ichaber überzeugt bin, daß Deine Lieder sein werden wieDeine Erzählungen, so wünsche ich, daß Du, um nichtnoch andere Tage durch Deine Leidensgeschichten zu ver-stimmen, uns gleich heute ein Lied singst, wie es DeinGeschmack Dir eingeben wird." Philostratus erklärte sichgern bereit und begann ohne Verzug folgendermaßen zusingen:
Des Herzens Klagegründe,
Weil es Werrath in Amor's Dienst gewann, »
Künd' ich mit tausend Thränen Jedermann.
Als Amor in mein Herz zuerst getragenDas Bild der Ursach' meiner jetz'gen Schmerzen,
Für die ich Trost nicht ahne,
Erschien Sie mir im liebevollen WahneSo voller Huld, daß ich für Sie im HerzenGern jede Qual getragen;
Doch nun fühl' ich nur Plagen,
Und welch ein Truggebild ich mir ersann,
Erkenn' ich jetzt mit bittcrn Schmerzen an.
Daß ich von Ihr, in deren schönen ArmenIch alles Glück mir träumte, ward verlassen,
Ließ nw'nen Wahn verdunsten;
Denn, als ich schon von Ihrer Huld und GunstenDas letzte Ziel bald hoffte zu erfassen,
Sah ich, wie, ohn' ErbarmenMit mir auf ewig Armen,
In Ihrer Brust sich neue Lieb' entspann,
Und über mich verhängte herben Bann.