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Vierter Tag.
wo er die letzte Nacht zugebracht habe. Dieser erwiderte,wo er sie wirklich zugebracht habe, das wisse er nicht, wolaber erinnere er sich, zur Magd des Meisters Mazzeo inder Absicht gegangen zu sein, die Nacht über dort zu blei-ben. Auch besinne er sich noch, vor übermäßigem Durstedort Wasser getrunken zu haben; von Dem aber, wasnachher aus ihm geworden, wisse er weiter nichts, als daßer bei seinem Erwachen im Hause der Wucherer sich ineinem Kasten befunden habe. Der Richter war über dasZusammentreffen dieser Aussagen gar sehr erfreut und ließsie sich von der Dienerin, von Ruggieri, von dem Tisch-ler und den Wucherern mehr als ein Mal wiederholen.Dann ließ er den Ruggieri, den er nun als vollkommenunschuldig erkannte, frei und verurtheilte die Wucherer, di«den Kasten gestohlen hatten, in zehn Unzen Goldes.
Wie sehr Ruggieri sich über diesen Ausgang freute,wäre überflüssig zu sagen, aber auch seiner Dame war erkaum minder erwünscht. Lange Zeit noch lachte undscherzte sie darüber mit ihm und ihrer lieben Dienerin, dieihm die Messerstiche hatte versetzen wollen, und förderteihre Liebe und ihre Lust noch Jahre lang vom Gutenzum Besseren. So wollt' ich denn, geschähe auch mir,ohne jedoch in den Kasten gesperrt zu werden."
Hatten die früheren Geschichten die Herzen der Damenbetrübt, so erregte diese letzte des Dioneus, und besondersseine Beschreibung, wie der Blutrichter die Magd mit derSonde untersucht habe, wieder ein solches Lachen bei ihnen,daß dies wol als Ersatz für ihre Betrübniß über die vor-hergehenden gelten konnte.
Wie nun der König sah, daß die Sonne sich goldigzu färben ansing und das Ende seines Regimentes her-beiführte, entschuldigte er sich zunächst mit gar artigenWorten bei den schönen Damen wegen seines Verfahrens,in Folge dessen über einen so betrübenden Gegenstand, alsdie Unglücksfälle der Liebenden sind, hatte geredet werden