Restagnon, Ninctte und dcccn Schwestern. 39
meine Liebe zu Euch ist, und wie ich für Euch so vielals für mich selber zu thun bereit wäre. Und, weil ichEuch denn so lieb habe, will ich Euch mitthcilen, wasmir in den Sinn gekommen ist; dann könnt Ihr jaimmer mit mir gemeinschaftlich Dasjenige beschließen, waswir für das Vernünftigste halten werden. Ihr seid, wennEure Worte nicht trügen, und auch Dem zufolge, wasich bei Tage wie bei Nacht an Eurem Benehmen bemerktzu haben glaube, von der glühendsten Liebe zu jenen zweiSchwestern entbrannt, wie ich zu der Dritten. Für dieseLiebe nun getrauete ich mich, wenn Ihr damit zufriedenwäret, ein willkommenes, süßes Mittel zu finden, das inFolgendem bestehen würde: Ihr seid überreiche Leute, undich bin es nicht; wollt Ihr nun Euer Vermögen zu-sammen thun und mich zu einem Dritttheil daran Theilnehmen lassen, so beschließt nur, in welche Weltgegendwir ziehen und jener Reichthümer uns erfreuen sollen,denn ich übernehme cs, die drei Schwestern unfehlbar da-hin zu bringen, daß sie mit einem großen Theile des Ver-mögens ihres Vaters uns begleiten, wohin wir nur wollen.Da könnten wir dann, ein Jeder mit der Scinigen, wiedrei Brüder, als die glücklichsten Menschen auf der Weltleben. Nun ist es aber an Euch, zu bestimmen, ob Ihrein solches Glück erwerben, oder cs aufgeben wollt."
Die beiden jungen Männer, die in Hellen Flammenstanden, besannen sich, als sie hörten, sie sollten ihre Ge-liebten erhalten, nicht lange, sondern antworteten, wenndas geschehen könne, so seien sie bereit, zu thun, wie ergesagt habe. Als Restagnon von den jungen Männerndiese Antwort erhalten hatte, verschaffte er sich nach wenigLagen eine Zusammenkunft mit Ninetten, zu der er nie-mals ohne bedeutende Schwierigkeiten gelangen konnte.Nach kurzen Gesprächen berichtete er ihr den Inhalt seinerUnterredung mit den jungen Leuten und suchte sie mitvielen Gründen für seine Unternehmung zu gewinnen. Inder That ward ihm dies nicht schwer, denn sie wünschte