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2 (1843)
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Vierter Tag. Erste Geschichte.

Worten lag. Deshalb gab er, als er sie verließ, den

Gedanken, seine Harte an ihr selber auszulassen, zwar

völlig auf, beabsichtigte aber dafür ihre glühende Liebedurch andere Schlage abzukühlen und befahl zu dem Endeden Zweien, die den Guiscardo bewachten, diesen in dernächsten Nacht ohne alles Geräusch zu erdrosseln, ihm

das Herz aus dem Leibe zu nehmen, und dieses ihm, demFürsten, zu bringen. Die Wächter thaten genau, wie

ihnen befohlen worden war; der Fürst aber ließ sich amandern Tage eine große und schöne goldene Schale rei-chen, that in diese Guiscardo's Herz und schickte sie als-dann seiner Tochter durch einen vertrauten Diener, demer auftrug, wenn er die Schale übergäbe, zu sagen:Dasschickt Dir Dein Vater, um Dir an Dem, was Du ammeisten liebst, eben so viel Freude zu bereiten, als Duihm an Dem gewährt hast, was er am liebsten hatte."

Ghismonda hatte sich inzwischen, unerschüttert in ihremschrecklichen Vorsatze, sobald ihr Vater von ihr gegangen,giftige Wurzeln und Krauter bringen lassen, diese abge-kocht und ein Wasser daraus bereitet, das sie zur Handhaben wollte, sobald, was sie fürchtete, geschähe. Wienun der Diener mit dem Geschenke und den Worten desFürsten vor sie kam, nahm sie mit unverändertem Ge-sichte die Schale, und war, sobald sie dieselbe aufdeckte,das Herz erblickte und jene Worte vernahm, sogleich völligüberzeugt, es sei Guiscardo's Herz. Deshalb blickte siezu dem Diener auf und sagte:Wahrlich einem Herzenwie dieses ziemte kein geringeres Grab als ein goldenes.Darin hat mein Vater verständig gehandelt." Und nachdiesen Worten führte sie es zum Munde, küßte es undsagte:Mein Vater hat mir von jeher und bis zu diesemletzten Augenblicke meines Lebens in allen Dingen die zärt-lichste Liebe bewiesen, jetzt aber thut er es mehr als jezuvor. Bestelle ihm dafür den letzten Dank, den ich ihmjemals sagen werde."

Als sie so gesprochen hatte, wendete sie sich wieder