Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
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332
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332 Dritter Tag. Zehnte Geschichte-

Dir so vorne 'raus kommen sehe und das ich gar nichthabe?"Ach, meine Tochter", sagte Rusticus,das isteben der Teufel, von dem ich Dir gesprochen habe. SiehstDu, jetzt gerade plagt er mich so sehr, daß ich es kaumaushalten kann."Nun Gott sei Lob" sagte das Mäd-chen darauf,so sehe ich, daß mir's besser geht, als Dir,denn ich für mein Theil habe keinen solchen Teufel."Rusticus sagte:Du sprichst die Wahrheit, Du hast aberein anderes Ding, das ich wieder nicht habe, und das isteben so schlimm."Warum nicht gar!" sagte Alibech.Rusticus antwortete ihr:Du; hast die Hölle, und ichsage Dir, ich glaube, Gott hat Dich zum Heil meinerSeele hierher gesandt; denn wenn Du Dich meiner erbar-men und mir erlauben willst, daß ich, so oft dieser Teu-fel mich so sehr plagt, ihn in die Hölle hineinschickendarf, so wirst Du mir große Erleichterung gewahren, Gottaber einen ausbündigen Dienst und Gefallen erzeigen,wenn Du anders in der Absicht, die Du mir gesagt hast,hierhergekommen bist." Die Dirne erwiderte in gutemGlauben:Ehrwürdiger Vater, da ich einmal die Höllehabe, so kann's geschehen wenn Ihr wollt." Darauf ant-wortete Rusticus:Sei gesegnet, meine Tochter; so laßuns denn gehen und ihn heimschicken, auf daß er künftigmich in Frieden lasse." Und mit diesen Worten führte erdas Mädchen zu dem einen ihrer Betten und lehrte sie,wie man sich stellen müsse, um diesen Verfluchten Gotteseinzukerkern.

Die Dirne, die noch niemals einen Teufel heim in dieHölle geschickt hatte, spürte beim ersten Male einiges Un-gemach und sagte deshalb zum Rusticus:Wahrlich, meinVater, der Teufel muß ein abscheuliches Ding und einrechter Gottesfeind sein, denn er thut selbst der Hölle, ge-schweige denn andern Dingen weh, wenn er hineinkommt."Rusticus sagte:Meine Tochter, das wird nicht immer sosein." Und um es dahin zu bringen, schickten sie, bevorsie sich vom Bettchen erhoben, ihn an sechs Mal heim in