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1 (1843)
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Ferondo im Fegefeuer.

sprachen hatten, herbeiliefen, die Stimme des Ferondo er-kannten und ihn aus dem Grabe steigen sahen. VollerSchrecken über die unerhörte Begebenheit entflohen sie undeilten zum Abte. Dieser that, als stände er eben vomGebete auf, und sagte:Kinder, fürchtet Euch nicht. Neh-met Kreuz und Weihwasser und "folgt mir nach, damitwir, sehen, was die göttliche Allmacht uns offenbaren will."Und so thaten sie.

Ferondo war indessen, ganz bleich von der langen Zeit,während welcher er den Himmel nicht gesehen hatte, ausder Gruft herausgestiegen. Sobald er den Abt erblickte, eilteer zu seinen Füßen und sagte:Ehrwürdiger Vater, EureGebete nebst denen des heiligen Benedict und meiner Frauhaben mich, wie mir offenbart worden ist, den Strafendes Fegefeuers entnommen und ins Leben zurückgerufen.Ich bitte Gott, daß er Euch dafür ein gutes Jahr undgute Tage heute und allezeit bescheren möge." Der Abtantwortete:So sei denn die göttliche Allmacht gelobt!

Gehe, mein Sohn, da Gott Dich -zurückgesandt hat, undtröste Deine Frau, die, seitdem Du von hinnen schiedest,immer in Thränen geschwommen hat, gehe und sei vonnun an Gottes Freund und Diener." Ferondo sagte:Hochwürdiger Herr, so ist mir wol gesagt worden. Laßtmich nur machen; denn wie ich hinkomme, küsse ich sieauch gleich, so gut bin ich ihr."

Der Abt blieb mit seinen Mönchen zurück und be-zeigte eine große Verwunderung über diese Begebenheit,weswegen er denn auch in großer Demuth das Nigrerssingen ließ. Ferondo kehrte indeß ins Dorf zurück, woJeder, der ihn sah, vor ihm floh, wie man es vor ent-setzenswerthen Dingen zu thun pflegt. Er aber rief siezurück und versicherte, er sei auferweckt worden. Die Fraufürchtete sich ebenfalls vor ihm, bis endlich die Leute etwasmehr Zutrauen zu ihm faßten, sich überzeugten, daß erlebendig sei, und ihm um Vielerlei aus jener Welt befrag-ten. Er antwortete Allen, als ob er vernünftiger zurück-