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1 (1843)
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Ferondo im Fegefeuer.

Ihr nun zugleich den Einen und den Andern habt, soglaube ich Euch gerne, was Ihr von Euren Leiden er-zählt. Für diese aber weiß ich, grade herausgesagt, nureinen Rath und nur ein Mittel: nämlich ihn von sei-ner Eifersucht zu heilen. Die Arzenei, die ihn zu heilenvermag, weiß ich recht wohl zu machen; wenn Ihr Euchnur, getraut, was ich Euch sagen werde, gewißlich geheimzu halten."

Die Frau erwiderte:Zweifelt nicht, ehrwürdiger Va-ter, eher will ich mein Leben lassen, als ich Jemandemdas wiedersagte, was Ihr mir zu sagen verboten habt.Wie sollte das aber geschehen?"Wollen wir," ant-wortete der Abt, daß er geheilt werde, so muß er noth-wendig ins Fegefeuer."Wie," sprach die Frau,kanner denn bei lebendigem Leibe dahin kommen?" Der Abtsagte:Er muß sterben und so hinkommen; wird er dannso viel Qualen erlitten haben, daß er von dieser seinerEifersucht geheilt ist, so werden wir in gewissen Gebetenden lieben Gott bitten, daß er ihn wieder lebendig macht,und das wird dann auch geschehen."Soll ich denneine Witwe werden?" entgegnete die Frau.Ja," sagteder Abtzauf einige Zeit, während welcher Ihr Euch aberwohl hüten müßt, Euch an Niemand anders verheirathenzu lassen; Gott würde es Euch sehr übel nehmen, und Fe-rvndo, wenn er wiederkame, und Ihr dann zu ihm zu-rück müßtet, eifersüchtiger sein, als je zuvor." Die Frauantwortete:Wird er nur von diesem Uebel befreit, undbrauche ich nur dann nicht immer wie im Gefangniß zusitzen, so bin ich mit Allem zufrieden. Thut nach EuremGefallen."

So will ich's denn übernehmen," sagte der Abt;wodurch wollt Ihr mich aber für einen solchen Dienstbelohnen?"Hochwürdiger Herr," erwiderte die Frau,fordert, was Ihr wollt, wenn ick) es anders zu leistenvermag. Was kann aber ein armes Weib, wie ich bin,einem so vornehmen Herrn anbieten, das seiner würdig