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1 (1843)
Entstehung
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292
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292 Dritter Lag. Siebente Geschichte-

Weil diese Mönche aber ferner recht wohl wissen, dassje geringer die Anzahl der Besitzer eines großen Vermö-gens ist, desto reichlicherer Antheil einem Jeden zufallt,so geben sie sich alle Mühe, durch ihr Geschrei und durchihre Drohungen die Andern von Dem entfernt zu halten,was sie mit Niemandem zu theilen wünschen. Sie schel-ten vor den Leuten die Wollust, damit diese ihr entsagen,und die Weiber ihnen allein bleiben mögen. Sie ver-dammen Wucher und schlechten Erwerb, damit man ihnenauftragen möge, das übel Gewonnene wiederzuerstatten,auf daß sie sich bequemere Kutten, Bisthümer und ein-träglichere Prälaturen mit dem Gelbe erkaufen können,von dem sie versicherten, daß es seine Besitzer nothwendigins Verderben stürze."

Wirft man ihnen nun dies und was sie sonst nochUnrecht thun, vor, so bilden sie sich ein, durch die Ant-wort,handelt nach unfern Worten und nicht nach un-fern Thaten" sich vollkommen ihrer großen Schuld zuentladen, als ob es den Schafen leichter fiele, Stand zuhalten und den Feind zu schlagen, als wie dem Hirten.Auch wissen die Meisten unter ihnen recht gut, wie Vielevon denen, die sie mit einer solchen Antwort abfcrtigenwollen, dieselbe ganz anders verstehen, als sie gemeintwar. Die Pfaffen von heut zu Tage wollen nämlich,nach der Meinung dieser letzten, daß man nach ihrenReden thue, das heißt, man soll ihnen die Beutel mitGeld anfüllen, ihnen seine Geheimnisse anvertrauen, Keusch-heit bewahren, geduldig sein, Beleidigungen vergeben unddes üblen Leumundes sich enthalten: lauter gute, schöneund fromme Sachen; aber warum soll man so handeln?Darum, daß sie th u'n können, was ihnen nicht gewahrtwerden würde, wenn die Laien ebenso thaten. Wem istunbekannt, daß die Faullenzerei ohne Geld nicht bestehenkann? Gibst Du nun selbst das Geld zu Deinem Ver-gnügen aus, so wird der Pfaffe in seinem Kloster nichtfaullenzen können. Bist Du nicht geduldig und vergibst