Eurer Stelle, so würde ich's so einrichten, daß er michan der Stelle Derjenigen fände, die er dort zu findenglaubt, und wäre ich dann eine Zeitlang mit ihm zusam-men gewesen, so würde ich ihm zeigen, wen er umarmthabe, und ihm die Artigkeiten sagen, die ihm gebühren.Thatet Ihr das, dann glaube ich, ^ würde er so sehr sichschämen müssen, daß der Schimpf, den er Euch, und dener mir anthun will, zu gleicher Zeit gerächt sein würden."
Als Catella das hörte, glaubte sie auf der Stelle denWorten Ricciardo's, nach Art der Eifersüchtigen unbe-kümmert um Denjenigen, der es ihr erzählte, und denBetrug, der von ihm zu erwarten war, und war sogleichgeschäftig, gewisse kleine Ereignisse, die früher vorgefallenwaren, hiermit zusammenzureimen. So antwortete siedenn, von plötzlichem Zorne entflammt, daß sie gewiß sothun werde, daß es ihr gar nicht so viel Ueberwindungkoste, so zu thun, und daß, wenn er hinkomme, sie ihnsicher aus eine Weise beschämen wolle, daß es ihm seinLebelang, so oft er ein Frauenzimmer zu sehen bekäme,wieder einfallen solle. Ricciardo war damit sehr zufrieden,und, überzeugt, sein Plan sei gut und finde den bestenFortgang, bestärkte er sie noch mit vielen andern Wortenin ihrem Vorhaben und vermehrte dadurch ihren Glaubennoch ferner. Zugleich aber bat er sie, niemals zu sagen,daß sie es von ihm erfahren habe, was sie ihm dennauch bei ihrer Ehre versprach.
Den folgenden Morgen ging Ricciardo zu dem dienst-fertigen Weibe, das die Bäder, die er der Catella genannthatte, hielt, sagte ihr seine Absicht und bat sie, in dieserSache ihm so hülfreich als möglich zu sein. Diese Frau,die ihm vielen Dank schuldig war, versicherte es gernethun zu wollen und verabredete nun mit ihm, was zuthun und zu sagen sei. Nun hatte sie in ihrem Bade-hause ein sehr dunkles Zimmer, dem es an einem Fensteroder andern Lichtloch gänzlich fehlte. Dieses machtedie gute Frau nach der Anweisung des Ricciardo zurecht