Zima und seine Dame-
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Zima nun aufstand und zu dem Edelmanne zurückkehrte.Als dieser die Sitzung aufgehoben sah, ging er ihm ent-gegen und sagte lachend: „Nun was meinst Du, Hab' ichmein Versprechen gut gehalten?" „Nein, Herr," antwor-tete Zima, „Ihr verspracht mir, mich mit Eurer Fraureden zu lassen und ich habe zu einer Marmor-Statuesprechen müssen." Diese Rede war dem Edelmann äu-ßerst willkommen; denn, wie gut auch seine Meinungvon der Frau gewesen war, so wurde sie doch hierdurchnoch vermehrt. „Genug," sagte er, „das Pferd gehörtnun mir, das bisher Dein war," worauf Zima antwor-tete: „Freilich, Herr; hatte ich aber gedacht, daß die Gunst,die Ihr mir gestattet habt, solche Früchte tragen würde,wie sie es gethan hat, so hatte ich, ohne sie mir erst zuerbitten, Euch lieber gleich das Pferd geschenkt. Wolltenun Gott, ich hätte so gehandelt; denn jetzt habt Ihrden Gaul gekauft, ich habe ihn aber nicht verkauft." DerEdelmann lachte darüber und reiste nun, da er ein Pferdhatte, wenige Tage später ab und ging.nach Mailand, Po-destä zu werden.
Als die Dame nun im Hause ihre eigene Herrin war,sagte sie wol, wenn sie an die Worte des Zima, an seinegroße Liebe zu ihr und an das Pferd dachte, das er umihretwillen weggeschenkt hatte, und wenn sie ihn dann wie-der so oft vor ihrem Hause vorübergchen sah, bei sich sel-ber: „Was thue ich? Warum verliere ich meine Jugend-zeit? Der ist nach Mailand gegangen und kommt dienächsten sechs Monate nicht wieder. Wann wird er siemir je ersetzen? Etwa wenn ich alt bin? Und überdies,werde ich wol irgend einen Verehrer, wie Zima, finden?Ich bin allein und brauche mich vor Niemand zu fürch-ten. Ich weiß nicht, warum ich die guten Tage, die ichmir machen kann, mir soll entgehen lassen. Ich werdenicht immer die Freiheit haben, die ich jetzt habe. Nie-mand wird etwas davon erfahren, und käme es am Ende
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