Zima und seine Dame.
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hatten, so ergriffen sie doch diese liebevollen Worte, dieder leidenschaftliche Liebhaber zu ihr sprach, und sie begann zufühlen, was sie nie zuvor gefühlt hatte, was nämlich dieLiebe sei. Ob sie nun gleich, um den Befehlen ihresMannes Folge zu leisten, schwieg, konnten nichts destoweniger ihre verstohlenen Seufzer nicht verbergen, was siegern in Worten dem Zima offenbart haben würde. AlsZima der Antwort einige Zeit gewartet hatte und immernoch keine erfolgte, wunderte er sich; dann aber beganner die List zu errathen, deren sich der Edelmann gegen ihnbedient hatte. Wie er nun ferner seiner Dame ins Ge-sicht schaute und ihre Augen mehr als einmal bei seinemAnblick liebevoll erglänzen sah, auch der Seufzer achtete,die sie nur mit gedampfter Kraft aus ihrer Brust empor-steigen ließ, faßte er wieder einige Hoffnung und entschloßsich mit deren Hülfe zu einem andern Versuche. Er singnämlich Namens der Dame und während sie selbst ihmzuhörte, sich in folgenden Worten zu antworten an:„Mein Zima, wahrlich schon seit llanger Zeit bin ichinne geworden, Deine Liebe zu mir sei sehr feurig undedler Art; nun erkenne ich es in Deinen Worten in nochhöherem Maße und freue mich dessen, wie cs Recht ist.Bin ich Dir übrigens bisher hart und grausam erschienen,so wünsche ich nicht, daß Du glaubest, ich sei im Herzeneben so gesinnt gewesen, als ich im Gesichte mich bezeigthabe. Ich habe Dich vielmehr immer vor allen andernMännern geliebt und werthgehalten, mußte mich aber ausFurcht vor jemand Anderm und aus Vesorgniß für mei-nen Ruf benehmen, wie ich es that. Jetzt aber kommtdie Zeit, wo ich Dir deutlich werde zeigen können, ob ichDich liebe, und wie ich für die Liebe, die Du zu mir ge-fühlt hast und noch fühlest, Dich zu belohnen im Standebin. So freue Dich denn und sei guter Hoffnung; dennHerr Francesco ist, wie Du weißt, im Begriff, in wenigTagen als Podesta nach Mailand zu gehn, wozu Duihm ja selber mir zu Liebe Dein schönes Pferd geschenkt