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1 (1843)
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Dritter Tag. Fünfte Geschichte.

Stande seid, meinen Frieden, mein Glück und mein Heilmir zu verleihen. Und so bitte ich denn, als Euer demü-thigster Diener, Euch, mein theures Kleinod, einzige Hoff-nung meiner Seele, (die im Feuer der Liebe nur durchHoffen sich noch erhalt) daß Ihr mir gewogen sein und dieHarte, die Ihr bisher mir bewiesen habt, erweichen möget,(denn ich gehöre ja nur Euch zu) auf daß ich, von Eu-rem Mitleiden erquickt, sagen könne, Eure Schönheit habemich zwar in Liebe entzündet, dann aber auch das Lebenmir wiedergegebcn; ein Leben, das ohnfehlbar verlöschenwird, wenn Euer stolzer Sinn meinen Bitten nicht nach-gibt, und als dessen Mörderin Ihr dann nach meinem Todeerscheinen werdet. Gereichte mein Tod aber auch nicht,wie er es thut, Euch zu geringer Ehre, so glaube ich doch,Euer Gewissen würde Euch zu Zeiten Vorwürfe machen;Ihr würdet bedauern, so hart gewesen zu sein und wolein Mal in freundlicherer Gesinnung sagen: wie übel thatich doch, mit meinem Zima kein Mitleid gehabt zu haben.Dann aber würde Eure Reue zu nichts führen und Euch nurum so mehr betrüben. So laßt denn, damit Eure Reuenicht zu spät komme, sie im Voraus Euch zum Erbar-men bewegen, wahrend Ihr mir noch Hülfe gewahrenkönnt; denn bei Euch allein steht es, mich zum fröhlich-sten und zum betrübtesten Menschen auf der Welt zumachen. Ich hoffe, Eure Huld wird groß genug sein,um es nicht zuzulassen, daß ich als Lohn für so heißeund so lange Liebe den Tod empfange; vielmehr werdetIhr mit freundlicher und liebevoller Antwort meine Lebens-geister beruhigen, die ganz erschrocken sind und bei EuremAnblicke zittern."

Hierauf schwieg Zima und während er auf eine Ant-wort der edlen Dame wartete, folg en seinen tiefen Seuf-zern einige Thränen, die von den Augen niederflossen.So wenig sie nun seine langen Bemühungen, seine Waf-fcnspiele, die Ständchen und die vielen andern Dinge, dieZima ihr zu Liebe unternommen, zu bewegen vermocht