258 Dritter Tag. Vierte Geschichte.
Gelächter über die Einfalt des Bruder Rindvieh und unterSpott über Spuhlräder, Kämme und Wollkratzer ihremErgötzen kein Ziel setzen. Dann aber wußten sie esso einzurichten, daß sie, ohne der Hülfe des gestrengenPfaffen ferner zu bedürfen, in gleicher Freude noch vieleNächte verbringen konnten, zu welchem Glücke ich Gottbitte, daß er auch mir und allen andern Christenseelen,die Verlangen danach tragen, in seiner heiligen Barmher-zigkeit bald verhelfe."
liierte Geschichte.
Don Felicc lehrt den Bruder Puccio, wie er durch eine Bußübungselig werden kann. Bruder Puccio übernimmt sie und Don Fclicevertreibt sich inzwischen mit dessen Frau die Zeit.
Äls Philomela am Ende ihrer Geschichte war und schwieg,lobte Dioneus den Verstand der Dame nachdrücklich undmit schönen Worten, nicht minder aber auch das Schluß-gebet der Philomela, worauf die Königin lächelnd sich zumPamphilus wandte und sprach: „Wohlan denn, Pamphi-lus, fahre fort, durch ein lustiges Späßchen uns zu er-götzen." Pamphilus erwiderte sogleich, er sei gern bereit,und begann: „Madonna, viele Leute gibt es, die, währendsie selbst sich bemühen, das Paradies zu erreichen, Andernunbewußt dazu verhelfen. Daß es einer unserer Nachba-rinnen vor nicht gar langer Zeit so ergangen ist, werdetIhr vernehmen können.
Wie man mir erzählt hat, wohnte nicht weit vonSan Pancrazio ein guter und wohlhabender Mann Na-mens Puccio di Rinieri, der, als er später sich ganz den