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Der Beichtvater als Kuppler.
zum gestrengen Pater und sagte unter Schluchzen undThränen: „Würdiger Vater, nun erkläre ich Euch, ichkann's nicht langer aushalten. Aber, weil ich Euch neu-lich versprochen habe, nichts zu unternehmen, ohne Euchzuvor davon zu sagen, so komme ich, um mich zu recht-fertigen. Damit Ihr indeß einscht, wie viel Recht ichhabe, zu weinen und mich zu beklagen, so will ich Euchnur erzählen, was Euer guter Freund oder vielmehr derTeufel aus der Holle, mir heute Morgen kurz vor derFrühmesse gemacht hat. Ich weiß nicht was für ein böserGeist ihm gesagt hat, daß mein Mann gestern früh nachGenua gereist ist; genug, heute morgen, um die Zeit, dieich Euch gesagt habe, kommt er in meinen Garten undklettert auf einem Baume bis an das Fenster meinerSchlafstube, die nach dem Garten hinausgeht. Schonhatte er das Fenster aufgemacht und wollte in die Kam-mer hereinsteigen, als ich noch aufwache und sogleich ausdem Bette springe. Eben sing ich an zu schreien und gewiß,ich hätte geschneit, wenn er nicht, unter Nennung seinesNamens, mich noch von außen um Gottes und um Euret-willen um Gnade gebeten hätte. Euch zu Liebe schwiegich still, lief aber nakt, wie ich auf die Welt gekommenbin, ans Fenster und schlug es ihm ins Gesicht zu. Ichglaube, er ist zum Teufel gegangen, denn ich habe ihndann nicht weiter gehört. Nun sagt mir selbst, ob dasein anständiges Benehmen ist und ob man das wol lei-den darf; ich meines Theils denke es nicht mehr so zuertragen, denn ich habe Euch zu Liebe nur zu viel mitangesehn."
Als der Mönch dies hörte, wurde er über die Maßenzornig und wußte nichts zu erwidern, als daß er sie meh-rere Male fragte, ob sie denn auch gewiß gesehen habe,daß es jener Edelmann und kein Anderer gewesen sei. „NunGottlob," antwortete die Dame, den kann ich wol nochvon einem Andern unterscheiden. Ich sage Euch, er war's;und sollte er's leugnen, so glaubt ihm nur nicht." „Meine
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