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1 (1843)
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Dritter Tag. Dritte Geschichte.

gen, so unverschämt ist er gewesen, daß er mir erst ge-stern ein Frauenzimmer mit Botschaften von ihm und mitverliebtem Geschwatze ins Haus geschickt und mir einenGürtel und eine Tasche geschenkt hat, als ob ich nichtselber Gürtel und Taschen genug hatte. Das Hab' ichihm aber so übel genommen und nehm' es ihm auch nochso übel, daß ich ihm den Teufel über den Hals geschickthaben würde, hatte ich mich nicht der Sünde gefürchtetund Euch zu Liebe an mich gehalten. So Hab' ich mirdenn am Ende noch Gewalt angethan und nichts thunund nichts sagen wollen, ohne Euch zuvor davon zu be-nachrichtigen. Dem Frauenzimmer übrigens hatte ich Gür-tel und Tasche, die sie mir gebracht hatte, schon zurück-gegeben, daß sie ihm Beides wiederbringen sollte, ihr auchsonst bösen Bescheid ertheilt, als mir entfiel, sie könntevielleicht gar die Geschenke für sich behalten und ihm er-zählen, ich hätte sie angenommen; denn solche Weibersollen dergleichen wol thun. Darum rief ich sie dennnoch zurück und nahm ihr die Sachen voller Verdrußwieder aus der Hand und habe sie nun zu Euch mitge-bracht, auf daß Ihr sie ihm wiedergebt und ihm sagt,ich brauche seine Geschenke nicht; denn, Gott und mei-nem Manne sei es gedankt, Gürtel und Taschen habe ichnoch so viel, daß ich ihn darunter ersticken könnte. Dannaber bitte ich Euch, denn ich ehre Euch wie einen Vater,um Verzeihung, wenn ich, sobald er mir nun keine Ruhemehr laßt, es meinem Mann und meinen Brüdern sage,mag daraus werden, was da will. Ergeht es ihm dannübel, nun so soll mirs immer noch viel lieber sein, alswenn ich durch ihn in schlechte Nachrede komme, und da-mit gut!"

Wie sie das gesagt hatte, zog sie, ohne ihre Thränenzu unterbrechen, eine äußerst schöne und reichgestickte Ta-sche nebst einem zierlichen kostbaren Gürtel unter demMantel hervor und warf sie dem Mönche in den Schoß.Dieser glaubte noch immer an die Wahrheit ihrer Erzäh-