Dcr Beichtvater als Kuppler.
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nigs, von den Meisten bewundert worden, als dieKönigin, zu Philomela gewandt, ihr fortzufahren befahl.Philomela gehorchte und begann mit Anmuth also zureden: „Ich denke Euch einen Streich zu erzählen, deneine schöne Frau einem gestrengen Mönche wirklich gespielthat, und der einen Laien um so mehr ergötzen muß, weildiese Pfaffen, die meistens herzlich albern und von unge-schliffenen Sitten und Betragen sind, Alles besser ver-stehen und machen wollen, als andere Leute, wahrend siedoch viel geringer zu halten sind, als Jene, da sie ausNiedrigkeit ihrer Gesinnung sich nicht getrauen, wie andereMenschen sich selbst durchs Leben zu helfen, sondern, denSchweinen gleich, dahin flüchten, wo sie ohne Arbeit zuessen bekommen. Ich erzähle Euch, freundliche Mädchen,diese Geschichte, nicht nur, weil die Reihe mich eben trifft,sondern auch um Euch zu zeigen, wie selbst die Pfaffen,zu denen wir in übermäßiger Leichtgläubigkeit allzugroßesVertrauen haben, von unser einer, geschweige denn vonMännern, mit einiger Schlauheit gehörig angeführt wer-den können und werden.
Vor wenig Jahren lebte in unserer Stadt, die anBetrügereien reicher ist, als an Güte und Redlichkeit, eineEdeldame, welche die Natur nicht minder als irgend eineandere mit Schönheit geschmückt und mit hohem Sinnund feinem Verstände begabt hatte. Ich verschweige ihrenmir wohlbekannten Namen, wie auch die Uebrigen, die indiese Geschichte verflochten sind; denn noch sind Mehreream Leben, die sich vor Zorn darüber nicht würden zulassen wissen, während der Vorfall doch nur belacht zuwerden verdient. Diese Dame nämlich, die ihrer vor-nehmen Abkunft ohnerachtet an einen Wolleweber verhei-rathet war, konnte nie verwinden, wie kränkend es ihrsei, einen Handwerker zum Manne zu haben; denn werzum Bürgerstande gehörte, dünkte ihr immer, wenn erauch noch so reich war, einer adlichen Frau unwürdig.Die gemeinen Beschäftigungen ihres Mannes, der, mit