Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
237
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eh' es da ist. Wenn's erst so gekommen ist, dann istimmer noch Zeit, sich auf guten Rath zu besinnen. Eswerden sich auch noch Mittel genug finden, daß keinMensch was davon erfahrt, wenn wir's ihm nicht selbersagen."

Wahrend dieser Rede verlangte die Hörerin schon mehrnoch als die andere danach, zu Prokuren, was für einThier ein Mann sei.Gut," sagte sie';wie wollen wir'saber anfangen?"Du siehst," antwortete die Erste,schon ist es drei Uhr; die Schwestern, denk' ich, werden,bis auf uns, alle schlafen sein. Wir wollen uns nochumsehen, ob Niemand im Garten ist; und finden wirNiemand, nun, dann brauchen wir ihn ja nur bei derHand zu nehmen und in die Hütte zu führen, die fürden Regen gebaut ist. Dann bleibt die Eine mit ihmdrinnen, und die Andere steht Schildwache. Er ist ja sodumm, daß er mit uns vornimmt, was wir nur wollen."

Masetto hörte diese ganze Unterredung und erwartete,willig zu gehorchen, nur, daß Eine-ihn bei der Handnehmen sollte. Die Nonnen sahen sich inzwischen überallsorgfältig um, und als sie sich überzeugt hatten, daß sievon keiner Seite bemerkt werden könnten, näherte sichihm Die, welche zuerst gesprochen hatte, und weckte ihn.Masetto stand sogleich auf; die Schwester nahm ihn beider Hand und führte ihn unter vielen Liebkosungen vonihrer und unter albernem Gelachter von seiner Seite indie Hütte, wo er sich nicht lange bitten ließ, zu thun,was von ihm begehrt wurde.

Die Nonne war ehrlich genug, als sie ans Ziel ihrerWünsche gekommen war, ihrer Freundin Platz zu machen,und Masetto, der noch immer blödsinnig that, fand sich zuAllem bereitwillig. So wollten denn Beide, eh' sie heim-kehrten, mehr denn ein Mal untersuchen, wie der Stummesich auf die Reitkunst verstehe, und auch nachher sagtensie oft zueinander, die Sache gewahre gewiß so viel Ver-gnügen und mehr, als ihnen davon erzählt worden war.