Schluß.
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dm Sonnabend pflegen wir Frauen uns den Kopf zu rei-nigen, um ihn von dem Staube und Schmuze zu be-freien, die bei den Geschäften der vorhergehenden Wochesich auf ihm angesammelt haben sollten. Auch pflegengar Viele an demselben Tage aus Ehrfurcht vor der jung-fräulichen Mutter des Sohnes Gottes zu fasten und demfolgenden Sonntage zu Ehren, sich die ganze Zeit überjeglicher Arbeit zu enthalten. Da wir> also an diesem Tageunsere sonstige Lebensweise gleichfalls nicht werden beob-achten können, halte ich es für gut, daß wir auch mitunfern Erzählungen feiern. Dann sind wir aber schonvier Tage lang an diesem Orte gewesen; wollen wir mit-hin vermeiden, daß keine neuen Gäste uns beunruhigen,so erachte ich es für zweckmäßig, daß wir unfern Aufent-halt wechseln und anderswohin ziehn, wie ich denn schonfür einen solchen Ort bedacht gewesen bin und gesorgthabe. Wenn wir dort am Sonntage nach dem Mittags-schlafe versammelt sein werden, habt Ihr theils zum Nach-denken hinlängliche Zeit gehabt, theils aber wird es nachdem weiten Spielräume, der uns heute für unsere Erzäh-lungen gestattet war, zweckmäßig sein, die Freiheit in derWahl der Geschichten ein wenig zu beschranken und übereine der mancherlei Thätigkeiten des Schicksals besonderszu reden. Und so denke ich, daß wir uns die Schick-sale Derjenigen zur Aufgabe nehmen, die durchScharfsinn erwarben, was sie sehr verlangten,oder Verlorenes wieder gewannen. Hierüber magdann ein Jeder, dem Vorrecht des Dioneus unbeschadet,eine Geschichte vortragen, die der Gesellschaft nützlich oderwenigstens ergötzlich sein kann."
Alle lobten die Rede und den Vorschlag der Königinund es wurde festgesetzt, den letzten in Allem zu befolgen.Darauf ließ die Königin ihren Seneschall rufen und gabihm genau an, wo er am Abend die Tafeln decken undwas er sonst während der Zeit ihrer Regierung thun solle.Dann erhob sie sich nebst der ganzen Gesellschaft und be-
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