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1 (1843)
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Zweiter Lag.

Die Erzählung hatte der ganzen Gesellschaft was zulachen gegeben, so daß Keiner war, dem die Kinnladennicht davon weh gethan hatten. Auch gaben die Damennun einstimmig dem Dioneus recht und sagten, Bernabosei ein Thor gewesen. Als aber die Geschichte geendetwar und das Gelächter nachgelassen hatte, nahm die Kö-nigin, die gewahr wurde, daß, weil es schon spat warund Alle ihre Geschichten bereits erzählt hatten, nach derbisherigen Ordnung das Ende ihres Regiments gekommensei, sich den Kranz vom Kopf, setzte ihn auf NeiphilensHaupt und sagte mit freundlichem Gesichte:Nun, liebeFreundin, sei die Regierung dieses kleinen Volkes in Dei-nen Händen," und damit setzte sie sich nieder. Neiphileaber erröthete ob der empfangenen Würde ein wenig undihr Gesicht färbte sich, wie beim anbrechenden Tage einefrische Rose im April oder Mai anzusehn ist. Dabei schlugsie die klaren Augen, die gleich einem Morgensterne glänz-ten, leise nieder. Als aber das freudige Gemurmel, mitdem die Umstehenden ihre Zuneigung für die Königinmit Anstand bezeigten, sich gelegt und die Königin sel-ber sich ein wenig gesammelt hatte, setzte sie sich etwashöher, als sie bisher gethan, und begann also zu sprechen:Da ich denn nun Eure Königin bin, so will ich, derWeise getreu, die meine Vorgängerinnen beobachtet und dieIhr stillschweigend gebilligt habt, Euch meine Gedanken inwenig Worten mittheilen, damit wir sie, wenn Jbr an-ders zu dem Gleichen rathet, gemeinschaftlich ausführen.Wie Ihr wißt, ist morgen Freitag und am darauf fol-genden Tage Sonnabend; beides Tage, die wegen derSpeisen, die an ihnen genossen werden, den meisten Leu-ten nicht behagen. Ueberdies sind wir dem Freitage, alsdem Tage, an welchem Der gelitten hat, der für unserLeben gestorben ist, besondere Verehrung schuldig; und sowürde ich es denn recht und ziemlich finden, wenn wiruns lieber mit Gedanken an Gott und mit Gebet, alsmit lustigen Geschichten beschäftigten. Am darauf folgen-