Frau Grncvra Lomellino.
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Gott, um Deinen Herrn und um mich zugleich verdientmachen. Nimm hier meine Kleider und schenke mir da-für nur Deine Jacke und Deinen Mantel. Kehre mitjenen zu meinem und Deinem Herrn zurück und sage,Du habest mich umgebracht. Ich schwöre Dir, bei mei-nem Leben, das ich von Dir zum Geschenke erwarte, ichwill verschwinden, ich will in ein anderes Land gehen,und weder er noch Du sollen in diesen Gegenden je dasMindeste von mir hören."
Der Diener, der sie ohnehin nicht gerne morden wollte,wurde leicht zum Mitleiden bewogen. Er nahm ihre Klei-der, gab ihr seine alte Jacke und seinen Mantel, ließ ihrdas wenige Geld, das sie bei sich hatte, und, nachdem ersie zuvor gebeten, jene Gegenden zu meiden, ließ er sie zuFuß in dem Thals zurück. Dann eilte er zu seinemHerrn und sagte ihm, er habe seinen Befehl nicht nurvollzogen, sondern über ihren Leichnam mehrere Wölfeherfallen sehen.
Einige Zeit darauf kam Bernabo-wieder nach Genua,man erfuhr, was er gethan, und tadelte ihn darüber all-gemein.
Inzwischen war die Frau einsam und trostlos zurück-geblieben und bei einbrechender Nacht möglichst entstelltin einer benachbarten Bauernhütte eingekehrt. Hier be-kam sie von einer Alten, was sie bedurfte, um die Jackenach ihrer Gestalt zu kürzen und zurecht zu machen. Ausihrem Hemde nahte sie sich Hosen, scher sich die Haare,gab sich überhaupt das Ansehen eines Matrosen und gingin solcher Gestalt dem Meere zu. Da traf sie von ohn-gefähr auf einen spanischen Edelmann, der Herr Encarachegenannt ward, und aus einem ihm gehörigen Schiffe, dasin geringer Entfernung vor Anker lag, bei Alba ausge-stiegen war, um sich an einer Quelle zu erfrischen. Mitdiesem sing sie zu reden an, verdung sich bei ihm alsDiener und bestieg das Schiff, wo sie sich Sicurano ausFinale nennen ließ. Der Edelmann versah sie nun mit