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1 (1843)
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Zweiter Tag. Achte Geschichte.

ging er sogleich zu Jacob und bat diesen, ihn mit Pierrotzusammenzubringen, denn er wolle dem König Nach-weisen, was er suche. Wie sie nun alle drei beisammenwaren, sagte der Graf zu Pierrot, der schon selbst sich zuentdecken geneigt war;Pierrot, Jacob, der hier steht, hatDeine Schwester zur Frau, ohne jemals eine Mitgift be-kommen zu haben. Damit aber Deine Schwester nichtohne Aussteuer sei, so will ich, daß er und Niemand an-ders die große Belohnung erhalte, die der König Dem ver-spricht, der Dich anzuzeigen weiß. So möge er dennDich als den Sohn des Grafen von Antwerpen angeben,seine Frau, als Violante, Deine Schwester, und mich, EurenVater, als den Grafen von Antwerpen." Bei diesen Wor-ten blickte Pierrot dem Redenden genauer ins Gesicht underkannte ihn plötzlich, warf sich ihm weinend zu Füßen,umarmte ihn und sagte:Vater, seid tausend Mal willkom-men." Jacob aber war zuerst von der Rede des Grafenund dann von dem Benehmen Pierrot's so verwundertund so freudig überrascht, daß er anfangs gar nicht wußte,was er thun solle. Doch maß er bald den Worten desGrafen vollen Glauben bei und schämte sich der hartenReden sehr, die er gegen jenen als Pferdeknecht wol ver-führt, und sank weinend zu seinen Füßen nieder, um für dasGeschehene demüthig die Verzeihung von ihm zu erbitten,die der Graf ihm willig ertheilte, indem er ihn aufstehen hieß.

Als sich alle drei ihre verschiedenen Schicksale unter vie-len Thranen und eben so viel Freude gegenseitig erzählthatten, wollten Pierrot und Jacob den Grafen mit neuenKleidern versehen. Er gab es indeß auf keine Weise zu,sondern bestand darauf, daß Jacob, nachdem ihm die Be-lohnung zuvor gesichert wäre, ihn im Knechtsgewande demKönige vorführe, um diesen desto mehr zu beschämen.So ging denn Jacob, dem der Graf und Pierrot in ei-niger Entfernung folgten, vor den König und versprachihm, den Grafen und dessen Kinder zu bringen, wenn erihn anders dem ergangenen Ruse gemäß belohnen wolle.