Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
189
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D>r- Graf von Antwerpen.

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Di- Dame erwiderte, im Vertrauen darauf, daß ihrgei-ngen werde, was wenigstens in der Weife, wie siedachte, ihr nicht gelang, zuversichtlich, er möge ihr seineWünsche ohne Bedenken eröffnen und sie werde sich so-gleich bemühen, seinem Verlangen Gewährung zu ver-schaffen.

Darauf sagte der Jüngling:Madonna, die hoheSchönheit und das musterhafte Betragen unserer Jean-nette, die Unmöglichkeit, ihr meine Liebe bemerkbar zumachen, geschweige denn sie zum Mitleiden zu bewegen,und meine eigne Scheu, die mich gehindert hat, zu irgendJemandem von meiner Liebe zu sprechen, haben mich inden Zustand versetzt, in dem Ihr mich seht. Und sollteaus was immer für einem Grunde Das, was Ihr mirversprochen habt, unterbleiben, so haltet Euch überzeugt,daß mein Leben in Kurzem enden wird."

Die Dame, die wohl fühlte, es sei jetzt an der Zeit,den jungen Mann zu ermuthigen, nicht aber ihm Vor-würfe zu machen, antwortete lächelndeDarum also hastDu Dich krank gegrämt? Nun, wenn das ist, so sei nurguten Muthes und laß mich sorgen, sobald Du wiedergesund bist."

Der Jüngling, der jetzt voll der besten Hoffnung war,gab in Kurzem Zeichen der entschiedenen Besserung, unddie Dame dachte nun, hocherfreut über den glücklichen Er-folg, daran, wie sie das dem Sohne gegebene Versprechenerfüllen wollte. Zu dem Ende rief sie eines Tages Jean-netten und fragte sie unter freundlichen Scherzen, ob sieeinen Geliebten habe. Jeannettens ganzes Gesicht über-zog sich bei dieser Frage mit Röthe und sie erwiderte:Gnädige Frau, für ein armes, von Hause verstoßenesMädchen, wie ich, die, wie ich, in anderer Leute Dienstensteht, ziemt es sich nicht, mit der Liebe sich abzugeben."Darauf sagte die Dame:Wenn Ihr denn keinen Liebha-ber besitzt, so wollen wir Euch einen verschaffen, an demIhr Eure Freude haben und Eure Schönheit erst recht