als zuvor zu schlagen begann. Der Arzt bemerkte das sogleichund verwunderte sich darüber; doch schwieg er, um zu sehen, wielange diese Verstärkung des Pulses anhalten werde. Nunhatte Jeannette das Zimmer kaum wieder verlassen, alsder Puls sich auch beruhigte. Da vermuthete der Arzt,der Ursache jener Krankheit auf die Spur gekommen zusein, und ließ nach einiger Zeit, wahrend er den Arm desKranken noch immer in der Hand hielt, Jeannetten unterdem Vorwände, daß er sie nach etwas zu fragen habe,wieder Hereinrufen. Sie gehorchte sogleich und war nichtsobald in das Zimmer eingetreten, als der Puls des jun-gen Mannes zunahm, wie er nachließ, als sie das Zimmerwieder verließ. Nun glaubte der Arzt seiner Sache voll-kommen gewiß zu sein, stand auf und nahm Vater undMutter des Kranken bei Seite und sagte ihnen: „DieGesundheit Eures Sohnes ist nicht in der Aerzte, sondernin Jeannettens Händen. Sichere Zeichen haben mich über-zeugt, daß Euer Sohn sie auf das feurigste liebt, obgleichsie, soviel ich bemerke, nichts davon ahnet. Jetzt wißtIhr, was Ihr zu thun habt, wenn'sein Leben Euch amHerzen liegt."
Der Edelmann und seine Gemahlin waren erfreut überdiese Nachricht, weil sie nun doch wenigstens eine Aussichtzu seiner Heilung entdeckten, wie hart es ihnen auch an-kam, Das zu thun, was ihnen unvermeidlich schien, näm-lich die Jeannette ihrem Sohne zur Frau zu geben. Sogingen sie denn, nachdem sie den Arzt entlassen, zu demKranken, und die Mutter sagte: „Mein Sohn, ich hättenie gedacht, daß Du mir einen Deiner Wünsche ver-hehlen, am wenigsten aber, daß Du dies thun würdest,wo Dein unerfülltes Verlangen Dich innerlich völligverzehrt. Du durftest und darfst ja mit Sicherheit daraufzählen, daß ich, um Dich zufrieden zu stellen, Alles, wasich nur vermag, selbst wenn es minder ziemlich sein sollte,ganz so wie für mich selber thun würde. Weil Du aberdennoch nicht offen gegen mich gewesen bist, hat unser