Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
173
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I nach kurzem Besinnen:Madonna, da wahrend Eurer

» Unfälle Euer Name und Euer Stand immer verborgen

W geblieben sind, so will ich es dahin bringen, daß Euer

D Vater Euch lieber haben soll, als je zuvor, und der König

D von Algarbien Euch zur Gemahlin nimmt." Auf ihre

L Frage, wie das geschehen solle, setzte ^er ihr Alles der Ord-

U nung nach auseinander und kehrte dann, um andern Hin-

I dernissen vorzubeugen, sogleich nach Famagosta zurück.

7 Hier wartete er dem Könige auf und sagte:Mein Ge-

> bieter, wenn es Euch beliebte, könntet Ihr zu gleicher Zeit

für Euch selbst große Ehre einlegen, und mir, der ich in^ Eurem Dienste arm geworden bin, einen ansehnlichen Nu-

k tzen bereiten." Der König fragte, wie, und Antigonus

I antwortete ihm:Die junge und schöne Tochter des Sül-ls tans, von der so lange Zeit gesagt wurde, sie sei ertrun-

» ken, ist jetzt nach Baffa gekommen und hat, um ihre

r jungfräuliche Ehe zu bewahren, lange so großes Ungemach

L erlitten, daß sie jetzt, wo sie zu ihrem Vater zurückzukehren

begehrt, sich in dürftigen Umstanden befindet. Wenn esEuch nun beliebte, sie unter meiner 'Obhut dem Vaterzuzuschicken, so würde das Euch große Ehre, mir aberbedeutenden Vortheil bringen, und ich bin überzeugt, daßder Sultan einen solchen Dienst nie vergäße." Der Königgab mit fürstlichem Sinne sogleich seine Zustimmung, ließi die Dame durch eine ehrenvolle Gesandtschaft nach Fama-gosta führen und empfing sie nebst seiner Gemahlin mitder größten Auszeichnung. Aus die Frage», die Königund Königin wegen ihrer Schicksale an sie richteten, ant-wortete sie mit einer Erzählung, die Antigonus sie vorhergelehrt hatte.

l Nach Verlauf von einigen Tagen sandte sie dann der

^ König auf ihre Bitte mit ehrenvoller und erlesener Gesell-schaft von Männern und Frauen unter Antigonus' Füh-le rung an den Sultan zurück. Wie groß die Freude beiihrer Ankunft war, wird mich wol Niemand erst fragen;^' aber auch Antigonus und seine ganze Gesellschaft wurden