Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
165
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noch über den Aufenthaltsort der Schönen unterrichtetworden waren. Nun hatten sie schon früher oftmals diewunderbare Schönheit jener Dame rühmen hören und ver-langten daher sehr danach, sie zu sehen, und baten denHerzog, er möchte sie ihnen zeigen. Dieser sagte es ihnen,Dessen uneingedenk, was dem Müssten deshalb widerfahrenwar, weil er sie ihm gezeigt hatte, zu, und ließ in demreizenden Garten, der zu dem Landhause gehörte, das dieDame bewohnte, ein prächtiges Mittagsessen bereiten, wo-hin er sie am folgenden Tage mit wenigen andern Be-kannten zur Tafel führte. Bei dieser Mahlzeit mußteKonstantin, der mit ihr zu Tische saß und sie voller Ver-wunderung betrachtete, sich gestehen, nie eine solche Schön-heit gesehen zu haben, und den Herzog sowol als jedenAndern, der, um ein so schönes Wesen zu besitzen, einenVerrath oder sonstige Schlechtigkeit beginge, in Gedankenentschuldigen. Wie er sie nun ein Mal über das anderesich ansah und sie jedes Mal nur schöner fand, ging esihm nicht anders, als es dem Herzog gegangen war. Erschied von ihr verliebt, dachte nicht mehr an den Krieg,sondern allein daran, wie er sie dem Herzog entreißenwolle, und verhehlte dabei seine Liebe vor Jedermann aufdas beste.

Wahrend er aber in solchem Feuer entbrannte, kamdie Zeit heran, gegen den Fürsten, der sich schon demGebiete des Herzogs nahte, ins Feld zu rücken. Demzu-folge zogen der Herzog und Konstantin und die Uebrigenalle nach der getroffenen Anordnung aus Athen und gegendie Grenze, um den Fürsten am weiteren Vordringen zuhindern. Hier verweilte man mehrere Tage; Konstantinaber hatte indessen Herz und Gedanken nur bei jenerDame und meinte, jetzt, wo der Herzog ihr nicht mehrnahe sei, möchte es ihm leichter werden, ans Ziel zugelangen. Um nun Gelegenheit zu haben, nach Athenzurückzukehren, stellte er sich krank und nahm vom Her-zoge Urlaub, nachdem er zuvor dem Manuel seine Macht