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1 (1843)
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164
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164 Zweiter Lag. Siebente Geschichte.

großen Verbrechens nach und vermuthete, da der Herzogvon Athen nicht mehr anwesend, sondern heimlich abge-rcist war, er möchte, wie er es wirklich gethan hatte, denFürsten erschlagen und die Dame mit sich geführt haben.

, In Folge dieses dringenden Verdachtes wurde schnell ein

Bruder des Verstorbenen an dessen Stelle gesetzt und vonden Seinigen auf das nachdrücklichste zur Rache ange-spornt. Dieser fand die Meinung der klebrigen noch vonmehreren Seiten bestätigt, forderte daher seine Freunde,Verwandten und Untergebenen in verschiedenen Landschaf-ten zur Hülfe und brachte in kurzem ein ansehnliches,mächtiges und wohlgewaffnetes Heer zusammen, mit demer gegen den Herzog von Athen in den Krieg zog.

' Auch der Herzog rüstete sich indeß, sobald er von den

jenseitigen Schritten Kunde erhielt, nach allen Kräften zur' Verlheidigung, und viele Herren kamen zu seiner Hülfe

i herbeigezogen; namentlich schickte der Kaiser von Konstan-

tinopel seinen Sohn Konstantin, und Manuel, seinen Neffen,I mit zahlreichen und schönen Truppen. Der Hevzog, noch

! mehr aber die Herzogin, die des Erstem Schwester war,

I empfingen sie auf das ehrenvollste. Inzwischen rückte der

I Krieg auf alle Weise immer naher heran, und die Her-

I zogin ergriff eines Tages die Gelegenheit, ließ Bruder und

I Vetter zu sich rufen, erzählte ihnen mit Thranen und aus-

I jährlichen Worten die ganze Geschichte und den Anlaß des

I Krieges und beschwerte sich über die Beschimpfung, die der

I Herzog ihr dadurch anthue, daß er jenes Frauenzimmer,

I , seiner Meinung nach unbemerkt, unterhalte. Aufgebracht

I ' und verletzt, forderte sie sie auf, zur Herstellung der Ehre

I des Herzogs und zu ihrer Genugthuung, was in ihren

I Kräften stehe, zu unternehmen. Da indeß die beiden

I Jünglinge bereits wußten, wie sich Alles zugetragen hatte,

I so hielten sie die Herzogin nicht weiter mit Fragen auf,

I sondern suchten sie, so weit sie es vermochten, zu beruhi-

I gen, und gaben ihr, wegen ihres Verlangens, die beste

I! ' Hoffnung; darauf entfernten sie sich, nachdem sie zuvor