heit, und, hatte sie bekleidet ihm gefallen, so entzückte sieihn nackt über alle Maßen. Dieser Anblick entzündetein ihm neue Glut, und die Scheu des eben begangenenVerbrechens hielt ihn nicht ab, mit noch blutigen Händensich neben sie zu legen und sie, die im halben Schlum-mer ihn für den Fürsten hielt, zu' beschlafen. Als er eineMeile mit dem größten Vergnügen an ihrer Seite zuge-bracht, erhob er sich wieder und ließ von einigen der Sei-nen, die er herbeirief, mit Vermeidung alles Geräusches,die Dame durch eine verborgene Thür, durch welche erhereingekommen, davontragen; draußen mußte sie sich zuPferde sehen, und die ganze Gesellschaft machte sich eiligund so still als möglich auf den Weg und kehrte gegenAthen zurück. Weil aber der Herzog verheirathet war,führte er die mehr als je betrübte Dame nicht nach Athenselber, sondern nach einem schönen Landhause, das er un-weit der Stadt und nahe am Meere besaß, und hielt siedort verborgen, wahrend sie auf das anständigste mit Allemversehen ward, was sie bedurfte.
Am Tage nach jener Thal warteten die Höflinge des Für-sten bis nach der Mittagsstunde, daß er aufstehen sollte.Da er sich aber noch immer nicht regte, stießen sie dieThüren, die nur zugeklinkt waren, auf; doch sie fandenNiemand und bekümmerten sich, in der Vermuthung,daß er mit seiner schönen Dame auf ein paar Tagezu seinem Vergnügen heimlich verreist sein möchte, nichtweiter darüber. In dieser Ungewißheit warteten sie noch, alsam anderen Tage ein Narr, der in die verfallenen Häusergelaufen war, in denen die Leichen des Fürsten und desKyriakos lagen, die letztere bei dem Stricke herauszog undhinter sich herschleppte. Mehrere Leute erkannten dieseLeiche mit Erstaunen und schmeichelten dem Narren solange, bis er sie binführte, wo er jene herausgeholt hatte,und wo sie nun zum großen Schmerze der ganzen Stadtden Körper des Fürsten fanden, der alsbald ehrenvoll be-graben ward. Darauf spürte man dem Thäter eines so